Ski-WM 2023 - Ex-ÖSV-Star Marlies Raich schlägt Alarm: "Unsere Talente gehen verloren"
Die ehemalige österreichische Slalomspezialistin Marlies Raich (ehemals Schild) hat sich im Rahmen der alpinen Ski-WM besorgt über die Nachwuchsarbeit in ihrer Heimat Salzburg gezeigt. "Ich glaube, dass viele Talente verloren gehen, weil es so viele Sachen rundherum gibt, die Druck machen. Das tun sich wahrscheinlich viele nicht mehr an", sagte die zweimalige Weltmeisterin gegenüber der "Krone".
Österreich jubelt über Haaser-Medaille in der Kombi
Quelle: Eurosport
"Alles hat seine Zeit und es werden auch wieder andere Phasen kommen, denke ich. Die megakonstanten Athleten haben wir momentan aber leider nicht", räumte die 41-Jährige weiter ein.
Obwohl die Ski-WM in Méribel und Courchevel (6. - 19. Februar live bei Eurosport und auf discovery+) in vollem Gange ist, blickte Raich bereits auf das nächste Großereignis voraus. In zwei Jahren stehen die alpinen Weltmeisterschaften im österreichischen Saalbach statt.
Die dreifache Mutter hofft, dass dem ÖSV spätestens bei der Heim-WM wieder eine schlagkräftige Truppe zur Verfügung steht: "Schauen wir mal, was nachkommt. Es wäre aber schön, wenn man bei der Weltmeisterschaft in Saalbach Medaillenanwärter aus dem eigenen Land dabei hätte", so Raich.
Doch auch bei der gegenwärtig stattfindenden Ski-WM in Méribel und Courchevel gab es für die Alpenrepublik bereits Grund zum Jubeln. Ricarda Haaser sorgte mit ihrer Bronzemedaille in der Alpinen Kombination für einen aus österreichischer Sicht erfolgreichen Auftakt in die Wettbewerbe in den französischen Alpen.
Haaser tut es Raich gleich
Haaser tat es damit Raich gleich, die im Jahr 2005 bei der Weltmeisterschaft in Santa Caterina ebenfalls Bronze in der Kombination holte.
Insgesamt gewann die Ehefrau des ehemaligen Gesamtweltcupsiegers Benjamin Raich während ihrer aktiven Karriere 37 Weltcup-Rennen sowie vier Olympia- und sieben WM-Medaillen. Im Jahr 2014 beendete Raich schließlich ihre Laufbahn.
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