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Ski-WM 2023: Thomas Dreßen findet in der Abfahrt sein Lächeln wieder - Bronze für DSV-Star "nicht weit"
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Publiziert 12/02/2023 um 18:00 GMT+1 Uhr
Rang zehn, nicht weit weg von Bronze: Thomas Dreßen zeigte bei der WM-Abfahrt eine gute Leistung und schürte die Hoffnung auf eine baldige Rückkehr in die Weltspitze. Im Schatten von Marco Odermatts triumphalem Erfolg fand der DSV-Abfahrer sein Lächeln wieder und sprach davon, dass er sich "auf dem richtigen Weg" befindet. Seine Teamkollegen haben indes eine größere Aufgabe vor sich.
Dreßen trotzt Knieschmerzen: "No risk, no fun!"
Quelle: Eurosport
Thomas Dreßen trug nach seiner respektablen Fahrt nicht weit weg von Bronze ein Lächeln im Gesicht, dann humpelte er auf den glückseligen neuen Abfahrtsweltmeister Marco Odermatt zu. Es folgte eine lange Umarmung, "ich habe ihm gesagt", berichtete der beste Deutsche, "dass ich mich für ihn freue."
Auch auf sich selbst war Dreßen zurecht stolz: Ein respektabler zehnter Rang, und das trotz erheblicher Widrigkeiten.
Nur 0,26 Sekunden fehlten zum Podest. "Ich glaube, man sieht es mir auch an, dass ich zufrieden bin", sagte Dreßen, auch wenn er acht Tage nach einem Sturz im Training und einer schweren Prellung des restaurierten rechten Knies "mein Mindestziel" verfehlt hatte. "Ich wollte", sagte er, "zur Siegerehrung."
Dorthin aber dürfen nur die ersten Sechs - und damit am Sonntag auch Aleksander Aamodt Kilde aus Norwegen (+0,48 Sekunden) als Zweiter und Cameron Alexander aus Kanada (+0,89) als Überraschungsdritter. Dreßen aber wirkte geradezu erleichtert, betonte, dass er sich "nichts vorwerfen" könne. "Ich habe alles rausgeholt, was in mir im Moment drin ist."
Dreßen wieder "auf dem richtigen Weg"
Das war nur mit Schmerzmitteln möglich, die er vor dem Rennen genommen hatte, um die Probleme im Knie zu bekämpfen. Daher stimmte ihn sein Abschneiden positiv: "Es ist ja nicht weit zur Medaille", und dies sei ein wichtiger Schritt. "Für mich ist es gut zu sehen: Ich bin wieder auf dem Weg dahin, wo ich hin will und hin gehöre. Aber es braucht Arbeit und Geduld."
Für Dreßens Mannschaftskollegen ist der Weg weiter. Der leicht erkältete Andreas Sander, WM-Zweiter von 2021, belegte im Anschluss an eine lange Rennpause wegen der Verletzung von Brodie Seger aus Kanada nur Rang 29. Vor ihm lagen Romed Baumann (19.) und Josef Ferstl (27.).
Riesenslalom-Olympiasieger Odermatt fuhr nach seinem ernüchternden vierten Rang im Super-G diesmal wie von einem anderen Stern. "Der muss Schienen verlegt haben da oben", sagte Baumann beeindruckt. Odermatt schoss im Gegensatz zur verkrampften Fahrt drei Tage zuvor wie entfesselt über die Piste L'Eclipse und bescherte der Schweiz nach dem unerwarteten Sieg von Jasmine Flury auch das zweite Abfahrtsgold.
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Highlights: Odermatt gelingt die perfekte WM-Abfahrt
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Kilde lobt "hungrigen" Odermatt
"Ein hungriger Odermatt ist schwierig zu schlagen, und mit der ganzen Schweiz auf seinem Rücken so eine Fahrt zu zeigen, ist unglaublich", lobte Kilde, dem auch im Super-G "nur" Silber geblieben war. "Er war der Favorit, ich nicht", entgegnete Odermatt, "und so bin ich gefahren." Die "pure Freude" über die "perfekte Fahrt" und "die unglaubliche Erleichterung" darüber sprudelten nur so aus dem 25-Jährigen heraus.
"Er hatte so einen Druck", erklärte Dreßen Odermatts Gefühlsausbrüche, "im Super-G hat man ihm das angesehen, dass er nicht so befreit fährt wie sonst." Zugleich verriet er, die Fahrt des neuen Weltmeisters am Start "bewusst" nicht verfolgt zu haben: "Weil ich wusste, so wie der fahre ich eh nicht."
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(SID)
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Krasser Sturz in WM-Abfahrt: Wilder Abflug bei Highspeed
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