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Ski-Weltcup in Sölden: Vincent Kriechmayr im Riesenslalom-Aufgebot - ÖSV überrascht mit Nominierung zum Start
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Publiziert 19/10/2023 um 17:00 GMT+2 Uhr
Am 28. und 29. Oktober fällt im österreichischen Sölden der Startschuss für die Weltcup-Saison 2023/24. Der Österreichische Skiverband hat am Donnerstag seinen Kader für den Auftakt am Rettenbachferner verkündet - und dabei für eine Überraschung gesorgt. Speed-Spezialist Vincent Kriechmayr wurde von Rennsportleiter Marko Pfeifer für den Riesenslalom nominiert, gilt aber dennoch als Wackelkandidat.
Vincent Kriechmayr ist für den Riesenslalom am Rettenbachferner in Sölden nominiert
Fotocredit: Getty Images
Neben Kriechmayr sollen auch Stefan Brennsteiner, Manuel Feller, Patrick Feurstein, Fabio Gstrein, Raphael Haaser, Marco Schwarz und Joshua Sturm das 30-jährige Weltcup-Jubliäum in Sölden in Angriff nehmen.
Angesichts seiner bisherigen Ergebnisse im Riesenslalom und seiner Spezialisierung auf die Speed-Disziplinen Abfahrt und Super-G stellte Kriechmayrs Nominierung am Donnerstag eine Überraschung dar.
Bislang ging der 32-Jährige aus Linz bei 27 Weltcup-Riesenslaloms an den Start, landete dabei aber nur einmal in den Top 20.
Ganz anders seine Palmarès im Speed-Bereich: Zu 16 Weltcup-Siegen gesellten sich 2021 zwei WM-Goldmedaillen in Abfahrt und Super-G, in letzterem schnappte sich Kriechmayr vor zwei Jahren auch die kleine Kristallkugel.
Training in Zermatt: Kriechmayr bleibt Wackelkandidat
Warum also der Start im Riesenslalom? Immerhin besteht gerade dort ohne ausreichende Erfahrung eine hohe Verletzungsgefahr. Blickt man auf die Vorbereitung von DSV-Ass Thomas Dressen, könnte ein möglicher Grund für die ungewöhnliche Nominierung Kriechmayrs gefunden sein.
"Technisch sind mir oft Fehler passiert, wenn ich am Limit unterwegs war. Und die kriegst du nur raus, indem du an der Technik arbeitest", erklärte er im Rahmen der Einkleidung für die neue Saison seine zahlreichen Trainingseinheiten im Riesenslalom.
Doch selbst wenn dieser versierte Trainingsansatz auch auf Kriechmayr zuträfe, bleibt der Doppelweltmeister von Cortina ein Wackelkandidat. Wie er im Interview mit "Laola1" erklärte, haben die ÖSV-Herren in der Woche des Weltcup-Auftakts die Möglichkeit, in Zermatt zu trainieren - und sich damit auf den Weltcup auf dem Matterhorn (8. bis 12. November live und on-demand bei discovery+) vorzubereiten.
Leitinger steht als Kriechmayr-Ersatz bereit
"Stand jetzt" werde er in Sölden starten, so Kriechmayr. "Wir haben in der Sölden-Woche aber die Möglichkeit in Zermatt zu trainieren, wie jede andere Nation auch - damit die Schweizer nicht ganz so viel Vorteil haben", führte er weiter aus. "Wenn ich merke, dass ich in der Abfahrt noch Baustellen habe, kann es sein, dass ich länger in Zermatt bleibe und nicht in Sölden bin."
Im Falle seines Rückzugs würde Roland Leitinger, Riesenslalom-Vizeweltmeister von 2017, nachrücken.
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Highlights: Kriechmayr schleicht zum Sieg - DSV feiert Podest-Coup
Quelle: Eurosport
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