Eurosport
Sölden-Weltcup: Manuel Feller und Thomas Dreßen reagieren auf Kritik an Auftaktrennen: "Ich finde es schwach"
Von
Publiziert 19/10/2023 um 12:18 GMT+2 Uhr
Die Kritik am Weltcup in Sölden reißt nicht ab. Zuletzt wurde den Veranstaltern unter anderem von Greenpeace vorgeworfen, den Rettenbachgletscher wegen der Rennen abzutragen. Manuel Feller konterte diese Anschuldigungen. "Ich finde es schwach, wie einseitig in gewisser Hinsicht berichtet wurde, weil nie hinterfragt wurde, warum es gemacht wurde", wird der Österreicher von der "Krone" zitiert.
Manuel Feller
Fotocredit: Getty Images
Vielmehr habe man Instandhaltungsarbeiten vorgenommen, um in den kommenden Jahren weniger Schnee und Energie zu benötigen.
"Es geht also um Nachhaltigkeit. Der Blick von Sölden ist weiter nach vorne gerichtet, auch wenn es natürlich katastrophal ausschaut", meinte Feller mit Blick auf den Gletscher, der durch die steigenden Temperaturen immer weiter verschwindet. "In zehn Jahren wird es das Eis sowieso nicht mehr geben", ist sich der 31-Jährige sicher.
Auch Thomas Dreßen schloss sich der Meinung von Feller an. "Wenn Kinder heimkommen aus dem Skiurlaub, dann werden die hingestellt als Klima-Kaputtmacher oder wie man das alles nennt. Das kann es nicht sein", meinte der Speedspezialist.
Vielmehr kritisierte Dreßen aus seiner Sicht unnötige Flugreisen: "Da sollten sich eher mal die hinterfragen, die einfach mal so für zwei Tage zum Saufen an den Ballermann fliegen."
Auch Kritik von Mikaela Shiffrin und Felix Neureuther
Von Jakob Falkner, dem Chef des Weltcup-Organisationskomitees, wurden die Vorwürfe der Umweltverbände gar als "böswillig" bezeichnet. Die Maßnahmen seien wegen des Rückgangs des Gletschers von den Behörden gestattet worden. Zuvor hatten bereits einige Skistars den frühen Weltcupstart Ende Oktober in Sölden wegen des Klimawandels infrage gestellt, unter anderem Mikaela Shiffrin und Lara Gut-Behrami.
Auch Felix Neureuther sprach im "BR" bei den Bildern aus Sölden von einer "Katastrophe für die Glaubwürdigkeit des Sports". In einem Podcast ergänzte er, sie seien "sehr verstörend und einfach nicht mehr zeitgemäß".
Das könnte Dich auch interessieren: Nach Kritik am Weltcupstart: Skilegenden rügen Stars um Shiffrin
/origin-imgresizer.eurosport.com/2023/10/18/3805310-77396128-2560-1440.png)
Motivationsboost durch Nachwuchs: Dreßen von sich selbst überrascht
Quelle: Eurosport
Werbung
Werbung