Emma Aicher lässt nach ihrem Patzer beim Super-G in Val di Fassa Dampf ab: "Ich bin einfach nur angepisst auf mich"

Emma Aicher verliert im Kampf um die Weltcup-Kugeln wichtige Punkte. Die zweifache Olympiamedaillengewinnerin schaffte es beim Super-G in Val di Fassa nicht ins Ziel. DSV-Sportvorstand Wolfgang Maier schwärmt dennoch. Die 22-Jährige machte derweil aus ihrem Herzen wie üblich keine Mördergrube. "Ich bin einfach nur angepisst auf mich", sagte sie sehr verärgert nach einem Wochenende zum Vergessen.

"Ist das bitter!" Rückschlag für Aicher im Kampf um den Gesamtweltcup

Quelle: Eurosport

Nur Zwölfte in der Abfahrt am Samstag, tags darauf nach Zwischenbestzeiten ausgeschieden im Super-G - im Kampf um drei Weltcup-Kristallkugeln ließ Aicher durch einen "dummen Fehler" und eine vermeidbare Nullnummer wertvolle Punkte liegen.
Die kleine Chance auf die kleine Kugel im Super-G ist dahin, vor der letzten Abfahrt ist Aicher von der Gejagten zur Jägerin geworden, im Gesamtweltcup beträgt der Rückstand auf Mikaela Shiffrin aus den USA sechs Rennen vor dem Saisonende 125 Punkte.
"Das muss man abhaken", sagte die 22-Jährige im "ZDF". Sie werde sich "schon ein bisschen Zeit zum Schlecht-drauf-sein" geben - aber das bringe sie am Ende auch nicht weiter. Sie freue sich jedenfalls auf die letzten Rennen.
Shiffrin wollte angesichts ihres geschrumpften Vorsprungs auf Aicher lieber auf Nummer sicher gehen, im Val di Fassa startete sie deshalb erst zum zweiten Mal in diesem Winter in einem Super-G - erhielt für Rang 23 aber nur acht Punkte.
picture

Keine Glanzleistung - aber Shiffrin baut Vorsprung auf Aicher aus

Quelle: Eurosport

In den sechs noch ausstehenden Wettbewerben hat die 30 Jahre alte Amerikanerin aber einen Vorteil: Es werden noch je zwei Riesenslaloms und Slaloms gefahren. Für Aicher sprechen nur noch je eine Abfahrt und ein Super-G.

Aicher um eine Hundertsel am Sieg vorbei

In beiden Disziplinen aber patzte die zweifache Olympia-Zweite im Val di Fassa. Nachdem sie zunächst am Freitag mit 0,01 Sekunden Rückstand auf Laura Pirovano aus Italien noch Rang zwei in der ersten Abfahrt belegt hatte, unterlief ihr einen Tag später in der zweiten Abfahrt ein "dummer Fehler".
picture

Eine Hundertstel! Aicher schrammt an Bestzeit vorbei

Quelle: Eurosport

Weil Pirovano auch dieses Rennen gewann, diesmal mit 0,01 Sekunden Vorsprung vor Cornelia Hütter aus Österreich, liegt Aicher (12.) nun 28 Punkte hinter der Doppelsiegerin im Kampf um die Abfahrtskugel.

DSV-Sportvorstand: Aicher Magnet für junge Menschen

"Es ist nicht zu Ende, bis alle Rennen gefahren sind", sagte Aicher leicht genervt. DSV-Sportvorstand Wolfgang Maier sah die Patzer so gelassen wie möglich. "Es ist wie immer im Leben, man muss aus der Situation das Beste rausnehmen", sagte er im "ZDF". Man könne "die Kugel nicht erzwingen", betonte er, allerdings: Dass Aicher nicht mehr Gejagte sondern Jägerin sei, "das hat viele, viele Vorteile, weil das setzt natürlich auch die andere unter Druck".
picture

Emma Aicher

Fotocredit: Imago

Für Maier ist Aicher freilich schon längst eine Gewinnerin dieser Saison, und nicht nur wegen ihrer zwei olympischen Silbermedaillen. "Die Emma wird so langsam zu einer Kultfigur", sagte er. Aicher spreche mit ihrer Art "viele Menschen an. Und was für uns total wichtig ist: Sie spricht auch junge Menschen an. Weil wenn du das Wort Emma sagst, verbindet jeder Emma Aicher, die Skifahrerin, damit."
Für Aicher geht es nun zunächst in ihr Geburtsland: Im schwedischen Are stehen am kommenden Wochenende ein Riesenslalom und ein Slalom auf dem Programm (live im TV bei Eurosport 1 und im Stream bei HBO Max).
Ab dem 21. März folgt dann in Kvitfjell und Hafjell das Weltcup-Finale mit noch je einem Rennen in jeder Disziplin.
(SID)
picture

Aicher reagiert auf bitteres Ausscheiden im Super-G

Quelle: Eurosport


Mehr als 3 Mio. Sportfans nutzen bereits die App
Bleiben Sie auf dem Laufenden mit den aktuellsten News und Live-Ergebnissen
Download
Diesen Artikel teilen
Werbung
Werbung