Olympia 2022 - Therese Johaug wettert nach Staffel gegen Ebba Anderson und Johanna Matinalo

Olympia 2022: Die norwegische Ausnahmeläuferin Therese Johaug war nach dem enttäuschenden fünften Rang in der Skilanglauf-Staffel in Peking alles andere als gut gelaunt. Grund dafür war nicht nur ihre eigene Leistung, mit der die dreimalige Olympiasiegerin überhaupt nicht zufrieden war. Vielmehr kritisierte die 33-Jährige das Verhalten ihrer Gegnerinnen aus Schweden und Finnland.

Skilanglauf-Star Therese Johaug

Fotocredit: Imago

Johaug erklärte im Interview mit der norwegischen Online-Zeitung "Nettavisen", dass ihr die Gegnerinnen vermehrt bewusst auf die Ski getreten waren.
Die 14-fache Weltmeisterin monierte: "Ich finde es ein bisschen unsportlich, auf die Ski der anderen zu treten. Ich mache mir keinen Stress, ich ärgere mich nur. Es verdirbt den Rhythmus."
Auch der norwegische Coach Fredrik Aukland äußerte sich im Anschluss an das Rennen und bestärkte Johaug in ihrer Aussage: "Die Athletinnen möchten dies zu ihrem Vorteil nutzen."
Johaugs finnische Konkurrentin Johanna Matinalo meldete sich nach dem Rennen ebenfalls zu Wort.
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Quelle: Eurosport

"Ich verstehe, dass sie sauer auf mich war. Es ist nicht so einfach für mich, hinter ihr zu laufen, weil ich größer bin als sie. Dazu kommt, dass unsere Techniken unterschiedlich sind. Es tut mir leid, wenn sie das so wahrgenommen hat", so Matinalo.

Anderson cool: "Teil des Spiels"

Deutlich weniger Verständnis und Mitgefühl zeigte indes die Bronzemedaillengewinnerin aus Schweden, Ebba Anderson. Die 24-Jährige bezeichnete die von Johaug thematisierte Problematik als "Teil des Spiels".
Die Skilanglauf-Staffel über 4x5 Kilometer am Samstag gewann Russland, das sich lange Zeit mit dem deutschen Quartett duellierte, das sensationell Silber holte. Bronze ging an die Schwedinnen. Die Top-Favoritinnen aus Norwegen belegten nach einem frühen Sturz lediglich Platz fünf.
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