Olympia 2022: Boykott norwegischer Medien durch russischen Skiverband - Bolshunov wehrt sich

Die Präsidentin des russischen Skiverbands, Elena Vyalbe, hat nach der Veröffentlichung eines Artikels des norwegischen Journalisten Jan Petter Saltvedt zum Boykott der norwegischen Medien aufgerufen. In dem Artikel kritisiert der Journalist die Teilnahme von Alexander Bolshunov bei den Winterspielen in Peking und verweist auf die unzureichende Aufklärung des Dopingskandals rund um Sotschi 2014.

Alexander Bolshunov of Team ROC celebrates crossing the finish line

Fotocredit: Getty Images

Saltvedt, der für den norwegischen TV-Sender NRK arbeitet, hatte auch die Anwesenheit anderer Athleten des Russischen Olympischen Komitees in Peking in Frage gestellt. Der norwegische Journalist bezeichnete den Boykott des russischen Skiverbands RSA als "reines Theater".
Vyalbe wiederum forderte vom NRK eine offizielle Entschuldigung. Der Artikel von Saltvedt sei ein "Verstoß gegen alle denkbaren oder undenkbaren Gesetze", meinte die Verbandschefin gegenüber der russischen Zeitung "Sport Express": "Ich habe zu einem Boykott der norwegischen Medien aufgerufen. Nach dem Sprint kamen sie auf mich zu, ich habe ihnen alles erzählt. Ich werde nichts Weiteres sagen."
Auch Bolshunov sah sich nach seinem deutlichen Sieg im Skiathlon über 30km viel Skepsis ausgesetzt.
Bei der Pressekonferenz wehrte er sich gegen Dopinganspielungen und stellte klar: "Wir haben saubere Sportler, saubere Athleten, die bei den Spielen sind und fast jeden Tag Dopingtests absolvieren." Er ist der Meinung, dass diese Andeutungen "nichts mit diesem Sport zu tun haben sollten".
Schlagzeilen gab es in den vergangenen Tagen vor allem wegen des vermeintlich positiven Dopingtests rund um das russische Eiskunstlaufteam und Ausnahmetalent Kamila Valieva.
(mit SID)
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Totale Dominanz: Bolshunov feiert Olympiasieg schon weit vor dem Ziel

Quelle: Eurosport

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