"Es ist ein unglaublich großer Tag in meiner Ski-Karriere", sagte der Überraschungssieger über die 50 km, der Königsdisziplin im Langlauf, gegenüber dem norwegischen Portal "NRK". "Ich bin Weltmeister, das wird bleiben - verdient habe ich es aber nicht. Es fühlt sich für mich verdient an, Silber zu gewinnen. Ich bin heute dennoch sehr stolz auf mich. Es wird im Nachhinein immer ein spezielles Erlebnis bleiben", so der 29-Jährige weiter.
Den Moment auf dem Podium nahm er dennoch nicht wirklich wahr. "Es war eigenartig, aber ich freute mich darüber, dass ich Silber gewonnen habe und das sollte mir erlaubt sein", erzählt der Goldmedaillengewinner und fügte scherzend hinzu: "Wir hätten die norwegische Nationalhymne ja eh gehört."
Für Silbermedaillengewinner Alexander Bolschunow, dem im Zielsprint um Gold mit Klaebo nach dessen Berührung der Stock brach, war das Ergebnis eine Farce: "Ich kann nur sagen, dass der Gewinner heute Klaebo oder Bolschunow hätte heißen müssen - und nicht Iversen. Das ist kein gutes Ende für diesen Tag."
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Bolschunow entschied sich gar auf dem Podium dagegen, die Silbermedaille um seinen Hals zu hängen.

Iversen: Zwischen Mitgefühl und Stolz

Iversen dachte indes auch an seinen Kumpel und Mannschaftskameraden Klaebo, für den die Geschehnisse "unglaublich hart" zu verarbeiten seien: "Ich muss ihn in den Arm nehmen", sagte der Weltmeister, auch wenn er gleichzeitig betonte, mit der Disqualifikation Klaebos "nichts zu tun" zu haben.
Bei allem Mitleid für seinen Kollegen und den eigentlich stärksten norwegischen Langläufer kann sich Iversen aber auch über seine eigene Leistung freuen: "Ich habe alles für eine für eine Medaille getan und bin belohnt worden. Es ist ein Riesenerfolg."

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Die 50 km sind auch aufgrund der Länge das absolutes Highlight und haben gerade in den skandinavischen Ländern, besonders in Norwegen, einen hohen Stellenwert. Umso bedeutender ist natürlich der WM-Titel über diese Distanz.
"Es sind die 50 km, in Oberstdorf und es sind Weltmeisterschaften. Ich habe es geschafft, es war sehr emotional. Niemand kann mir dieses Gefühl mehr nehmen, auch wenn im Rennen so viel passiert ist", sagt Iversen deshalb.
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