Adam Malysz bestätigt Rückzug im Verband - Personalbeben in Polen und Fragezeichen hinter Stefan Horngacher

Im polnischen Skiverband kehrt weiterhin keine Ruhe ein. Skisprung-Legende Adam Malysz, der seit 2022 in Polen Verbandspräsident ist, wird seinen Posten im Sommer räumen. Dem TV-Sender "Polsat" sagte der 48-Jährige: "Meine Vorstellung davon, wie die Zukunft aussehen soll, stimmt nicht mit der des Vorstands überein, daher lautet meine Entscheidung: Nein, ich werde nicht zur Wiederwahl antreten."

Adam Malysz

Fotocredit: Getty Images

Zuletzt hatte es auch um die Personalie Stefan Horngacher, der von Malysz als neuer polnischer Sportdirektor favorisiert wurde, Diskussionen im Verband gegeben. Vorstandsmitglied Adam Fickowski hatte etwa eine Anstellung des ehemaligen deutschen Bundestrainers abgelehnt.
Die Entscheidung um Horngacher sollte daher erst nach der Vorstandswahl im Juni getroffen werden, hieß es von offizieller Seite. Nun scheint aber auch Malysz von der Posse genug zu haben.
Gegenüber dem Portal "Przegląd Sportowy" meinte der viermalige Weltmeister: "Ich möchte mich nicht zum Vorstand äußern. Ich möchte die Dinge, die ich noch zu erledigen habe, zu Ende bringen, und danach habe ich meine eigenen Pläne."
"Um meiner Gesundheit und meiner Ruhe willen ziehe ich es vor, nicht zu kandidieren", bestätigte Malysz vielsagend. Er hoffe jedoch, "dass vieles, was wir erreicht haben, fortgeführt wird".

Malysz lässt neue Rolle offen - Horngacher muss warten

Ob eine Rückkehr als Sportdirektor - einen Posten, den er zwischen 2016 und 2022 hatte - eine Option ist, ließ die Skisprunglegende offen. "Darüber habe ich noch nicht nachgedacht. Wir haben noch viel zu tun, vor allem wichtige Verträge, die unterzeichnet werden müssen."
Es bestehe zudem "weiterhin die Chance, dass Stefan zum PZN kommt", erklärte Malysz bei "Polsat". "Aber das überlasse ich dem neuen Vorstand."
Nachfolger könnte derweil sein direkter Vorgänger Apoloniusz Tajner werden. Dieser konnte 2022 aufgrund des Gesetzes zur Amtszeitbegrenzung nicht erneut gewählt werden. Zuvor war Tajner 16 Jahre lang Verbandschef. Der 72-Jährige kündigte bereits an, zurückkehren zu wollen, da im Verband Chaos herrsche.
Zudem wurde am Mittwoch entschieden, dass der umstrittene Nationaltrainer Maciej Maciusiak für die kommende Saison vorerst im Amt bleiben darf. Horngacher galt laut diverser Medienberichte auch als Malysz' mögliche Alternative für Maciusiak.
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Quelle: Eurosport


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