Skisprung-Legende Adam Malysz lässt Zukunft im polnischen Ski-Verband offen: "Muss mir das ernsthaft überlegen"

Im polnischen Wintersport könnte es nach dem Saisonende zu einer wichtigen Personalveränderung kommen. Adam Malysz, Präsident des polnischen Ski-Verbands und nationale Skisprung-Ikone, stellt eine weitere Amtszeit infrage. "Ich muss mir das ernsthaft überlegen. Ehrlich gesagt waren es vier schwierige Jahre. Ich hätte nicht gedacht, dass ich es schaffen würde", sagte er gegenüber "TVP Sport".

Adam Malysz beim Skiflug-Weltcup in Zakopane

Fotocredit: Getty Images

Malysz führte weiter aus: "Die letzten paar Saisons haben mich wirklich sehr mitgenommen."
Wie es für ihn weitergeht, lässt der vierfache Weltmeister und mehrfache Olympia-Medaillengewinner bewusst offen. "Ich denke, nach den Olympischen Spielen werde ich besser einschätzen können, was auf mich zukommt und ob ich mich für eine weitere Kandidatur entscheiden werde", erklärte der 48-Jährige.
Auf die Frage, ob er sich eine Fortsetzung seines Engagements vorstellen könne, antwortete er ausweichend: "Es fällt mir schwer, diese Frage zu beantworten. Es gibt viele Vor-, aber auch viele Nachteile."
Ein Abschied wäre für ihn jedoch nicht leicht: Der Verlust des Postens und der engen Zusammenarbeit mit den Mitarbeitern würde "sicherlich schwierig" werden, so Malysz. "Denn auch wenn der Wintersport hier vielleicht nicht besonders glanzvoll aussieht, wurden doch viele Reformen auf den Weg gebracht. Und diese Erfolge werden früher oder später kommen. Das braucht Zeit."

Thurnbichler-Spannungen: Turbulente Zeiten in Polen

Malysz übernahm 2022 den Vorsitz des Verbands, nachdem er bereits als sportlicher Leiter im Skispringen tätig gewesen war. Besonders die jüngsten Monate hatten ihn gefordert: Die Unruhe um Ex-Bundestrainer Thomas Thurnbichler sorgte für Spannungen.
Der Österreicher war mit polnischen Top-Athleten wie Kamil Stoch und Dawid Kubacki aneinandergeraten – parallel dazu setzte auch sportlich eine Talfahrt ein. Nach der Saison 2024/2025 musste Thurnbichler den Verband verlassen. Malysz sprach anschließend von "Missverständnissen" und einem "Problem" in der Kommunikation.
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Quelle: Eurosport


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