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Vierschanzentournee - Werner Schuster exklusiv über Rückschlag von Stefan Kraft: "Er kann sich nichts vorwerfen"
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Publiziert 04/01/2024 um 22:21 GMT+1 Uhr
Mit fünf Siegen in acht Springen galt Stefan Kraft als Topfavorit auf den Titel der 72. Vierschanzentournee. Der Gesamtweltcupführende war in Oberstdorf als Dritter souverän gestartet, hatte nach zwei sechsten Plätzen in Garmisch und Innsbruck jedoch den Anschluss verloren. Werner Schuster möchte Kraft allerdings nicht als großen Verlierer des prestigeträchtigen Wettbewerbs abstempeln.
Kraft kennt nur eine Devise: "Attacke nach vorne"
Quelle: Eurosport
"Kraft hat selbst gesagt, dass er froh ist, die Tournee schon einmal gewonnen zu haben", erklärte Schuster im exklusiven Eurosport-Interview . "Er weiß jetzt, wie schwierig es ist, die Vierschanzentournee als Sieger zu beenden", so der ehemalige DSV-Bundestrainer weiter.
Der Österreicher hatte den heiligen Gral des Skispringens zum ersten und bislang einzigen Mal in der Saison 2014/15 gewonnen. Aktuell liegt er in der Gesamtwertung mit 33,8 Punkten Rückstand auf den Japaner Ryoyu Kobayashi aber nur auf Rang vier.
Ebenso wie in Garmisch-Partenkirchen war Kraft auch beim Bergiselspringen in Innsbruck am Mittwoch auf Position sechs gelandet. Dabei hatte der ÖSV-Adler viel Pech mit dem Wind: Im 1. Durchgang war Kraft nur auf Rang neun geflogen, im 2. Durchgang musste der Gesamtweltcupführende auf Grund zu starken Windes gar 20 Minuten auf dem Sprungturm ausharren, ehe er überhaupt runter durfte.
"Dass es mich richtig packt, ist noch nie passiert. Im Moment ist alles ein bisschen verhext, aber da darf ich nicht verzweifeln", sagte Kraft nach dem Wettbewerb in Tirol.
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Stefan Kraft
Fotocredit: Imago
Schuster: "In diesem Jahr war er einfach nicht dran"
Eurosport-Experte Schuster ist der Überzeugung, dass sich Kraft leistungsmäßig dennoch nichts vorwerfen kann. "Er hat gute Performances gezeigt. In Oberstdorf hatte er etwas Pech mit dem Wind. Das Neujahrsspringen in Garmisch-Partenkirchen hat er von den letzten sieben Tourneen am besten bewältigt. Am Bergisel in Innsbruck hat er unglaubliche Akzente gesetzt und seine Klasse unter Beweis gestellt, auch wenn er erneut nicht vom Wind begünstigt war", erklärte der 54-Jährige.
Auf der Paul-Außerleitner-Schanze In Bischofshofen habe Kraft das Potenzial, erneut ganz oben zu stehen, so Schuster. Der Goldene Adler dürfte aber auch mit einem Tagessieg in Bischofshofen außer Reichweite sein, weiß Kraft: "Für mich kann es sich nicht mehr ausgehen. Ich werde für ein schönes Tagesergebnis alles probieren", so der 30-Jährige.
"In diesem Jahr war er einfach nicht dran", sagte Schuster und führt fort: "Es muss zusammenpassen und bei ihm war das nicht der Fall."
Am Freitag, den 5. Januar, steht ab 16:30 Uhr (live bei Eurosport 1 und auf discovery+) in Bischofshofen die Qualifikation an, ehe am Dreikönigstag das Finale folgt.
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