Eva Pinkelnig schießt nach schwerem Sturz auf Olympiaschanze und Kreuzbandriss gegen FIS: "Wie Versuchskaninchen"
Update 20/10/2025 um 16:10 GMT+2 Uhr
Nach ihrem verheerenden Sturz auf der Olympia-Schanze im italienischen Predazzo hat die österreichische Skispringerin Eva Pinkelnig schwere Kritik am internationalen Skiverband (FIS) geübt. Sie habe das Gefühl gehabt, dass sie "als Versuchskaninchen missbraucht" wurde, sagte die 37-Jährige im "ORF". Pinkelnig hatte sich im September beim Sommer-Grand-Prix in Predazzo einen Kreuzbandriss zugezogen.
Diethart exklusiv zu schwerem Pinkelnig-Sturz: "Kein gutes Zeichen"
Quelle: Eurosport
Dabei war die Österreicherin nicht die einzige Athletin, die sich an jenem verhängnisvollen Wochenende schwer verletzte: Alexandria Loutitt aus Kanada und die Nordische Kombiniererin Haruka Kasai aus Japan, Letztere auf der Großschanze, erlitten allesamt Kreuzbandrisse.
Grund genug für Pinkelnig, die Verantwortlichen der FIS scharf zu kritisieren: "Braucht es drei schwer verletzte Sportlerinnen oder zwei auf dieser Schanze und nur eine auf der Schanze daneben (...), um zu wissen, dass da was nicht hinhaut?"
Zuvor hatte die Gesamtweltcup-Siegerin der Saison 2022/23 in der Sendung "Sport am Sonntag" bereits schwere Anschuldigungen erhoben.
"Wir wissen mittlerweile, dass das Profil der Schanze schwierig ist. Der FIS-Renndirektor persönlich hat von Fehlkonstruktion gesprochen. (...) Warum informiert man uns nicht?", sagte Pinkelnig. "Es wird immer davon geredet, wir Athleten stehen im Mittelpunkt."
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Quelle: Eurosport
FIS-Renndirektor Sandro Pertile hatte im Eurosport-Interview nach den schweren Verletzungen der drei Sportlerinnen Veränderungen auf dem Olympia-Gelände angekündigt: "Wir haben die Probleme gesehen, besonders auf der Normalschanze. Sofort nach der Veranstaltung werden wir mit den Organisatoren reden. Wir können einige Änderungen auf der Normalschanze erwarten."
Pinkelnig verpasst die Olympischen Spiele
Der Österreichische Skiverband (ÖSV) hatte zudem kritisiert, dass die engen Anzüge bei den Frauen die Gefahr für Stürze vergrößern würden.
Für Pinkelnig selbst kommen die Anpassungen allerdings zu spät. Die Olympischen Spiele 2026 verpasst sie definitiv, die Winterspiele 2030 wird die heute 37-Jährige wohl nicht mehr bestreiten.
Die Athletin aber hat ihren Frieden mit der Situation geschlossen: "Es soll einfach nicht so sein. Aber das ist völlig okay. Ich habe so viel anderes erreicht. Und ich glaube, ich werde auch noch ein bissl was erreichen."
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Quelle: Eurosport
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