Schwerer Sturz von Eva Pinkelnig überschattet Sommer-Grand-Prix der Frauen auf Olympia-Schanze im Val di Fiemme
Update 19/09/2025 um 01:11 GMT+2 Uhr
Die Österreicherin Eva Pinkelnig ist bei der Generalprobe auf der Olympia-Schanze von Val di Fiemme schwer gestürzt. Die 37-Jährige konnte ihren zweiten Sprung beim Sommer-Grand-Prix in Italien nicht stehen, ging zu Boden und hielt sich unter Schmerzensschreien sofort das linke Knie. Noch im Schanzenauslauf wurde Pinkelnig eingehend untersucht, der Wettbewerb war minutenlang unterbrochen.
Diethart exklusiv zu schwerem Pinkelnig-Sturz: "Kein gutes Zeichen"
Quelle: Eurosport
Pinkelnig hatte mit ihrem Sprung auf 97,5 Meter nach dem ersten Durchgang auf Rang zehn gelegen.
Im zweiten Versuch schaffte sie exakt dieselbe Weite, verkantete aber nach dem Aufsprung und ging zu Boden. Sofort griff sich die Österreicherin ans linke Knie, ihre Schmerzensschreie hallten durch das Stadion an der Olympia-Schanze.
Sofort eilten Sanitäter und Betreuer der 37-Jährigen zu Hilfe, minutenlang wurde Pinkelnig im Schanzenauslauf versorgt. Erste Befürchtungen gehen Richtung Kreuzbandriss.
Besonders tragisch: Für Pinkelnig ist es nicht der erste schwere Sturz. 2016 zog sie sich in der Ramsau eine Gehirnerschütterung zu. 2020 musste sie nach einem Milzriss, den sie bei einem Trainingssturz in Seefeld erlitt, notoperiert werden.
Pinkelnig bereits zweimal schwer gestürzt
Eine offizielle Diagnose lag noch nicht vor, die ersten Bilder ließen ausgerechnet bei der Generalprobe für die Olympischen Spiele 2026 in Mailand und Cortina d'Ampezzo allerdings nichts Gutes erahnen.
"Wir wissen noch nichts Genaues", sagte ÖSV-Trainer Thomas Diethart an der Schanze in Predazzo im Interview mit Eurosport-Experte Martin Schmitt. "Man hat bei der Landung gesehen, dass das Knie nachgegeben hat, das ist normalerweise kein gutes Zeichen. Sie hat sehr geschrieen. Ich war jetzt bei ihr, sie hat große Schmerzen und steht noch unter Schock. Wir haben einen Transport nach Innsbruck zu unseren Ärzten organisiert."
"Gerade auf dieser Schanze, wenn es Rückenwind gibt, und die Damen mehr Anlaufgeschwindigkeit haben und die Flugkurve doch höher ist, ist der Aufprall bei der Landung natürlich höher", fügte Diethart hinzu.
Der Sieg ging am Donnerstagabend indes an Abigail Strate aus Kanada. Dahinter flog Vorjahres-Überfliegerin Nika Prevc aus Slowenien auf Rang zwei, Yuka Seto (Japan) sicherte sich den dritten Platz.
Beste Deutsche war Katharina Schmid auf Rang elf. Angesichts des Dramas um Pinkelnig rückte das Ergebnis allerdings in den Hintergrund.
Das könnte Dich auch interessieren: "Schaler Beigeschmack": Lindvik und Forfang nur kurz gesperrt
/origin-imgresizer.eurosport.com/2025/09/18/image-eb0b2cf2-4f15-4306-ba49-77472538908e-85-2560-1440.png)
Geiger zweifelt in Predazzo: "Schanze ist echt nicht einfach"
Quelle: Eurosport
Ähnliche Themen
Werbung
Werbung