Vierschanzentournee: Innsbruck abgesagt - DSV-Adler hoffen in Bischofshofen auf Anlauf-Vorteil

Die Vierschanzentournee wird zur "Dreischanzentournee": Nach der Absage von Innsbruck finden in Bischofshofen nun wie 2008 gleich zwei Springen statt. Die Eurosport-Experten Martin Schmitt und Werner Schuster begrüßen die Jury-Entscheidung vom Bergisel und blicken voraus auf die letzte Tournee-Station - bei der Markus Eisenbichler und Karl Geiger einen kleinen Vorteil haben könnten.

Werner Schuster, Markus Eisenbichler, Martin Schmitt (v.l.)

Fotocredit: Eurosport

Nein, irgendwann war's dann genug des Wartens. Nach knapp vier Stunden ohne Sprünge an der Bergiselschanze traf die Jury um 15:00 Uhr die Entscheidung, das Springen auf der dritten Station der Vierschanzentournee in Innsbruck ausfallen zu lassen. Zu viel Wind, Böen bis acht Meter pro Sekunde Windgeschwindigkeit wirbelten den Ablauf der Tournee gehörig durcheinander.
"Eine gute Entscheidung", fand Markus Eisenbichler, Gesamt-Vierter der Tournee. "Es war zu gefährlich. Innsbruck ist eben die klassische Föhnhauptstadt", ergänzte Bundestrainer Stefan Horngacher.
Auch die Eurosport-Experten Martin Schmitt und Werner Schuster waren sich einig, dass am Dienstag in Innsbruck nicht an Springen zu denken war.
"Ich bin heilfroh über diese Entscheidung", erklärte Ex-Bundestrainer Schuster: "Es wäre vielleicht unfair oder sogar gefährlich geworden. Bei diesem böigen Wind weiß man nie, was man kriegt. Es hätte jeden erwischen können. Jeder hätte abstürzen können. So ist es für alle Beteiligten das Beste."
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Was die Innsbruck-Absage für die Skisprung-Stars bedeutet

Quelle: Eurosport

Bischofshofen weniger windanfällig

So geht es nun also direkt nach Bischofshofen, wo am Mittwoch und Donnerstag gleich zwei Springen ausgetragen werden sollen - samt Qualifikation und dem ersten Durchgang im beliebten K.o.-Modus.
"Bischofshofen ist die windgeschützteste Schanze der Tournee. Hoffen wir dort auf einen fairen Wettkampf", sagte Schuster.
Schmitt ergänzte: "Ich gehe davon aus, dass es dort vom Wind her okay ist. Ich glaube, wir können uns auf einen tollen Wettkampf freuen."
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Böen bis zu sechs Meter pro Sekunde: Skispringen in Innsbruck unmöglich

Quelle: Eurosport

Zeitplan Bischofshofen 5. Januar:

UHRZEITEVENT
11:30 UhrTraining
13:00 UhrQualifikation (live bei Eurosport)
16:30 UhrSpringen (live bei Eurosport)

Zeitplan Bischofshofen 6. Januar:

UHRZEITEVENT
14:30 UhrQualifikation (live bei Eurosport)
17:30 UhrSpringen (live bei Eurosport)

Kobayashi peilt Sieg drei und vier an

Bleibt die Frage, wem die Absage in Innsbruck eher in die Karten spielt - dem Tournee-Dominator Ryoyu Kobayashi oder seinen Verfolgern?
"Unter normalen Bedingungen ist es jetzt eher noch schwerer geworden, ihn einzuholen", ist sich Schuster mit Blick auf den Japaner sicher.
Der Ex-Bundestrainer erklärte: "Er ist der kompletteste Springer. Unter normalen Verhältnissen ist das eine Schanze, die ihm liegt. Er kann die Schanze, hat dort auch im Sommer trainiert, ist eine wahnsinnig tiefe Luke gefahren. Er kann die Schanze."
Dass es in Bischofshofen mehr auf den Anlauf ankommt, muss kein Nachteil für den 25-Jährigen sein. "Kobayashi hat auch bei den Geschwindigkeiten im Anlauf nie wahnsinnig viel auf Eisenbichler oder Geiger verloren", so Schuster.
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So erklärt der FIS-Renndirektor die Absage in Innsbruck

Quelle: Eurosport

Deutschland lag bislang gut in der Spur

Markus Eisenbichler und Karl Geiger seien im Tournee-Endspurt aber definitiv nicht chancenlos, stellte der Österreicher fest - auch, weil der DSV noch ein Ass im Ärmel hat.
"Es geht ein bisschen Richtung Servicebereich - Bischofshofen ist die Schanze, wo die Geschwindigkeitsunterschiede am größten sind. Das ist ein kleiner Vorteil für die deutsche Mannschaft, die im Moment bei den Anlaufgeschwindigkeiten eine sehr gute Figur macht", sagte Schuster.
In der Tat gehörten die DSV-Springer auf den bisherigen Stationen bei Normal-Bedingungen in der Anlaufspur stets zu den Schnellsten. Deutsche Skisprungfans können sich also auf ein spannendes Tournee-Finale am 5. und 6. Januar in Bischofshofen freuen …
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Bange Blicke der Springer: So kam es zur Absage in Innsbruck

Quelle: Eurosport

Eurosport zeigt alle vier Springen der Vierschanzentournee in Oberstdorf, Garmisch-Partenkirchen und Bischofshofen inklusive der Qualifikation LIVE im Free-TV. Werner Schuster kommentiert mit Gerhard Leinauer, Martin Schmitt analysiert mit Birgit Nössing im Studio. Alle Springen LIVE gibt's auch bei Eurosport mit Joyn+!
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Schmitt und Schuster analysieren: Das macht Shootingstar Kos so stark

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"Hier ist alles anders": Schmitt erklärt Bischofshofen-Springen

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