Markus Eisenbichler in Oberstdorf 2020
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Markus Eisenbichler stampfte verärgert aus dem Auslauf, auch Karl Geiger war nach dem turbulenten Tournee-Auftakt nicht überglücklich.
Die DSV-Adler haben bei der Ouvertüre zur 69. Vierschanzentournee in Oberstdorf die Spitzenplätze in der Qualifikation bei schwierigen Windverhältnissen und Schneefall deutlich verpasst.
Skiflug-Weltmeister und Lokalmatador Karl Geiger (114,0 m) feierte nach überstandener Corona-Infektion als 14. bei schwierigen Windverhältnissen zwar ein solides Comeback, Weltmeister Markus Eisenbichler kam mit der gleichen Weite jedoch nicht über Platz 25 hinaus.
"Im Anlauf hat es mehr gestockt und mehr gerüttelt als noch im Training. Auf einmal kommst du zu spät vom Tisch und bist froh, dass du die Quali geschafft hast", sagte Eisenbichler bei Eurosport: "Es nervt schon, aber mein Gott."
Eisenbichler im Eurosport-Interview: "Es nervt, aber mein Gott"
Quelle: Eurosport
Eisenbichler kritisiert Veranstalter
"Die ganze Organisation war heute nicht 'Tournee like'. Es war nicht so durchgetaktet, dass alles läuft … Natürlich ist Corona, aber das war bei den anderen Weltcups besser", meinte der 29-Jährige im "ZDF" sauer: "Seid mir nicht böse, Oberstdorf, aber das war wie ein Kindergeburtstag."
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Eisenbichler will cool bleiben - Geiger zufrieden
Das Ergebnis wollte "Eisei", der am Dienstag in der Entscheidung der besten 50 gleich als Zweiter antreten wird, nicht überbewerten.
"Es sagt nichts aus. Morgen wird das Wetter wieder schön und alles entspannt", sagte der Bayer und klang schon etwas beruhigter: "Ich fühle mich gut, schaue nur auf mich. Was die anderen machen, interessiert mich reichlich wenig. Am Ende wird abgerechnet."
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Elf von zwölf gestarteten DSV-Adler überstanden die Qualifikation, auch die Sorgenkinder Severin Freund, Andreas Wellinger und Richard Freitag sind dabei.
Bei Geiger überwog nach einem soliden Sprung die Freude über das Comeback. "Es war eine zähe Partie, der Wind ist echt ordentlich am Turm", sagte der Skiflug-Weltmeister: "Ich bin froh, dass ich dabei sein darf."
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Quelle: Eurosport
Coronafall: Team Polen ausgeschlossen
Nicht dabei sein
dürfen derweil die polnischen Stars um Kamil Stoch und Titelverteidiger Dawid Kubacki. Unter dem Titel "Paukenschlag" gaben die Organisatoren den Ausschluss der gesamten polnischen Mannschaft bekannt, da Teamkollege Klemens Muranka positiv getestet worden war.
Die Favoriten um Stoch, Kubacki und Piotr Zyla müssen deshalb zuschauen - trotz negativer Tests. Denn Murankas Kollegen zählen zur Kontaktgruppe 1.
"Das bedeutet: Sie hatten entweder über 15 Minuten lang direkten Kontakt von Angesicht zu Angesicht oder waren über 30 Minuten lang gemeinsam in einem geschlossenen Raum oder auch Fahrzeug", sagte Florian Stern, Generalsekretär beim Auftaktspringen in Oberstdorf.
Eisenbichler geknickt
Eisenbichler war nach dem Ausschluss der Polen schockiert. "Es ist heftig. Ich finde es traurig, dass sie es so entschieden haben", sagte er: "Ich will mich mit den Besten der Welt messen, da gehören sie definitiv dazu."
Ob solch ein Horror-Szenario auch den DSV-Adlern drohen könnte? Bundestrainer Stefan Horngacher blieb zuversichtlich. "Wir sind weiterhin optimistisch und haben unser Sicherheitskonzept, das bei uns wirkt", sagte er.
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Das Gesundheitsamt habe zum Schutz aller anderen Athleten "keine andere Wahl" gehabt, teilten die Veranstalter mit. Die Qualifikation fand deshalb mit nur 55 Athleten aus 15 Nationen statt.
Den Quali-Sieg holte der Österreicher Philipp Aschenwald mit der Höchstweite von 128,5 m vor dem norwegischen Topfavoriten Halvor Egner Granerud (122,0) und Cene Prevc (122,0) aus Slowenien.
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Quelle: Eurosport
Freitag und Wellinger im Wettkampf dabei
Insgesamt qualifizierten sich elf DSV-Adler für den Auftakt am Dienstag (16:30 Uhr live bei Eurosport 1 im TV und im
Liveticker).
Ex-Weltmeister Freund (Rastbüchl) wurde 17., knapp vor Constantin Schmid (19./Oberaudorf). Martin Hamann (Aue) wurde 29., Pius Paschke (Kiefersfelden) landete auf Rang 45.
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Team-Weltmeister Freitag (Aue) als 18. und Olympiasieger Wellinger (Ruhpolding) auf Rang 34 qualifizierten sich aus der nationalen deutschen Gruppe.
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Ebenfalls dabei sind David Siegel (Baiersbronn), Luca Roth (Meßstetten) und Moritz Baer (Gmund-Dürnbach).
Ausgeschieden ist aus diesem deutschen B-Team einzig Kilian Märkl (Partenkirchen).
Die Vierschanzentournee 2020/21: Alle Springen - Qualifikation und Wettkampf - in Oberstdorf (28.12./29.12.), Garmisch-Partenkirchen (31.12./1.1.), Innsbruck (2.1./3.1.) und Bischofshofen (5.1./6.1.) LIVE im Free-TV bei Eurosport 1 und bei Eurosport auf Joyn!
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(mit SID)
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