Wellinger kontert Kobayashi und Kraft - die Entscheidung
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Wellinger hatte vor 25.500 Zuschauern in Oberstdorf mit 309,3 Punkten am Ende exakt drei Zähler Vorsprung auf Kobayashi (134,5 m/129,0 m/306,3 Punkte). Es war der 23. deutsche Sieg seit der Tournee-Premiere 1953 am Schattenberg.
Der im Gesamtweltcup führende Kraft (132,5 m/125,0 m/298,9) verlor indes 10,4 Punkte auf den Deutschen.
"Ich bin sprachlos", sagte der sichtlich überraschte Sieger und nannte seinen Erfolg "fucking amazing. Ich kann's noch gar nicht fassen, es ist verrückt hier in Oberstdorf vor dieser unglaublichen Kulisse zu gewinnen", meinte der 28-Jährige.
"Danke ans gesamte Team", sagte Bundestrainer Stefan Horngacher und meinte weiter: "Ich bin extrem froh für Andreas, das war eine grandiose Leistung. Es war ein perfekter Start."
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Geiger hat Windpech
Youngster Philipp Raimund (Oberstdorf) zeigte auf seiner Heimschanze einen guten Wettkampf (128,5 m/135,0 m/286,0) und platzierte sich als Sechster erstmals bei der Vierschanzentournee bei einem Einzelspringen in den Top Ten.
Der zweimalige Saisonsieger Karl Geiger (Oberstdorf) hatte nach Rang vier im ersten Durchgang Pech mit dem Wind - 133,5 und 122,5 Meter reichten für den Quali-Zweiten am Ende "nur" für Rang sieben (285,4).
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Auf Wellinger fehlen dem Tournee-Zweiten von 2020/21 schon 23,9 Punkte. Geiger sprach entsprechend von "gemischten Gefühlen".
Einerseits freute er sich mit Wellinger, andererseits beklagte er bei Eurosport einen "bitteren Tag. Ich weiß auch noch nicht, woran es lag. Aber so ist es eben manchmal. Es wäre mehr möglich gewesen."
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Vierschanzentournee: Wellinger steigt zum Mitfavoriten auf
Pius Paschke (Kiefersfelden), der bei der Tournee-Generalprobe in Engelberg seinen ersten Weltcupsieg gefeiert hatte, kam mit Sprüngen auf 127 und 130,5 Metern nicht an die Spitze ran (11./280,9).
Der frühere Tourneedritte Stephan Leyhe (Willingen) fiel als einziger DSV-Starter nach einem schwächeren zweiten Sprung als 24. etwas ab (123 m/119 m/260,1).
Wellinger, der lange mit den Folgen seines Kreuzbandrisses im Jahr 2019 zu kämpfen hatte und vor zwei Jahren in Oberstdorf noch in der Qualifikation gescheitert war, stieg damit zum Mitfavoriten auf den Tourneesieg auf. Der Ruhpoldinger war 2017/18 schon mal Zweiter bei der Vierschanzentournee.
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Titelverteidiger Granerud krachend gescheitert
Der 27-Jährige verlor mit nur 105,5 Metern sein Duell mit dem Italiener Giovanni Bresadola und muss seine Hoffnungen auf die Wiederholung seines Tourneetriumphs von 2022/23 bereits nach dem ersten von acht Sprüngen begraben.
"Ich fühle mich leer, es ist hart, das zu schlucken", sagte der amtierende Gesamtweltcupsieger nach Platz 31 niedergeschlagen bei Eurosport.
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Ammann bei 25. Tournee-Teilnahme gefeiert
Die weiteren Ex-Tourneesieger Peter Prevc (9./Slowenien), Kamil Stoch (17./Polen) und Dawid Kubacki (27./Polen) hatten mit dem Ausgang des Springens ebenfalls nichts zu tun.
Bei seiner 25. Tourneeteilnahme qualifizierte sich auch der 42 Jahre alte Simon Ammann für den zweiten Durchgang und belegte letztlich Platz 21.
Wellinger kontert Kobayashi und Kraft - die Entscheidung
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Nach seinem Sprung auf 134 Meter in Durchgang zwei wurde der zweimalige Doppel-Olympiasieger von der Rekordkulisse von 25.500 Zuschauern frenetisch gefeiert.
Deutschland wartet auf Hannawald-Nachfolger bei der Tournee
22 Jahre nach Sven Hannawald warten die deutschen Fans immer noch auf einen Gesamtsieger, in diesem Jahr scheinen die Chancen so gut wie lange nicht.
Zehn Podestplätze holten Wellinger (4), Paschke (3) Geiger (2) und Stephan Leyhe (1) vor Oberstdorf, seit der Weltcup-Premiere 1979/80 waren es nie mehr.
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"Das macht es im Moment aus: Das wir uns gegenseitig pushen und nach vorne ziehen", sagte Wellinger schon nach der Qualifikation auf der Schattenbergschanze: "Wenn wir ordentlich Skispringen, können wir viel erreichen."
Nächste Tourneestation ist Garmisch-Partenkirchen - dort findet an Silvester die Qualifikation und am 1. Januar traditionell das Neujahrsspringen statt, ehe die österreichischen Stationen Innsbruck (3. Januar) und Bischofshofen (6. Januar) die Vierschanzentournee abschließen (alle Springen live bei Eurosport).
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(mit SID)
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