Vierschanzentournee: Österreich-Formkrise nur ein Bluff? Sven Hannawald: "Würde taktisches Kalkül nicht ausschließen"
Publiziert 27/12/2025 um 19:01 GMT+1 Uhr
Sven Hannawald ist davon überzeugt, dass auch bei der Vierschanzentournee 2025/26 mit den Österreichern zu rechnen sein wird. Der ehemalige Tourneesieger hält es für möglich, dass die gemessen an den hohen Erwartungen etwas enttäuschenden ÖSV-Ergebnisse vor Weihnachten auch taktischer Natur sein könnten. Das sagte der 51-Jährige im Interview mit der "Kronenzeitung".
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Quelle: Eurosport
"Aus den ganzen Erfahrungen der vergangenen Jahre würde ich jetzt auch ein taktisches Kalkül dahinter nicht ausschließen", so Hannawald. "Vor allem auch dadurch, dass ich schon gesehen habe, dass sie Wettkämpfe hatten, wo sie wirklich funktioniert haben und sich eigentlich von der Schanzencharakteristik oder anderen Dingen nicht wirklich viel geändert hat."
Bei den beiden Weltcupspringen in Engelberg waren ein fünfter und ein sechster Platz von Youngster Jonas Schuster die besten Ergebnisse der ÖSV-Adler. Zudem erzielte Stephan Embacher im zweiten Wettkampf Schanzenrekord, aufgrund der Abzüge bei den Haltungsnoten sprang aber "nur" Rang acht heraus.
Für Sorgenfalten sorgen vor allem die Etablierten. Stefan Kraft kam in der Schweiz nicht unter die besten Zehn. Tournee-Titelverteidiger Daniel Tschofenig verpasste im zweiten Wettkampf sogar den Finaldurchgang.
"Es kann natürlich sein, dass andere gerade besser mit den Umständen zurechtkommen und die Österreicher erst mal schauen müssen, was sie jetzt noch ändern können, damit sie wieder vorn mit dabei sind. Das glaube ich aber nicht", sagte Hannawald.
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Hannawald: "Mit ÖSV-Adlern immer zu rechnen"
"Die Historie der Tournee zeigt, dass mit den ÖSV-Adlern immer zu rechnen ist. Ich kann mich an ein Jahr erinnern, wo sie im Vorfeld nichts auf die Reihe bekommen haben - und am Ende hieß es Tourneesieg für Österreich. Also dieses Team kann sich so clever aufstellen, dass man gewisse Dinge, die gut funktionieren, im Vorfeld noch gar nicht zeigt", ergänzte der 51-Jährige.
Bester Österreicher im Gesamtweltcup ist aktuell Kraft als Siebter. Direkt hinter ihm auf den Rängen acht bis zehn folgen allerdings Tschofenig, Jan Hörl und Embacher. Damit sind trotz der vermeintlichen Formkrise immer noch mehr Österreicher in den Top Ten des Weltcups vertreten als Springer jeder anderen Nation.
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