Olympia 2026: Hate Speech gegen Pola Beltowska nach Mixed-Team-Skispringen - "Ich hätte nicht erwartet, dass ..."

Nach dem vorzeitigen Aus des polnischen Mixed-Teams bei den Olympischen Winterspielen sieht sich Skispringerin Pola Beltowska mit einer Hasswelle auf Social Media konfrontiert. "Ich lese keine Kommentare im Netz, aber ich bekomme solche Privatnachrichten, dass es einfach ungeheuerlich ist", sagte die Olympia-Debütantin im Gespräch mit polnischen Medien. Rückendeckung erhält sie von den Verbänden.

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Quelle: Eurosport

"Das ist so ein Hass. Ich hätte nicht erwartet, dass Menschen so viel Hass gegen mich hegen können", schilderte die 19-Jährige dem Portal "skispringen.com" zufolge und betonte: "Ich mache das nicht mit Absicht, aber ich werde von oben bis unten fertiggemacht."
Beim Mixed-Wettkampf in Predazzo war Beltowska die schwächste Springerin ihres Teams. Ihr Sprung auf 82 Meter habe "uns den Platz im zweiten Durchgang genommen", sagte die Polin am Dienstagabend und zeigte sich dabei sportlich selbstkritisch.
Sie habe "Angst vor diesem Sprung" gehabt, räumte die junge Athletin ein: "Ich wollte nicht enttäuschen, aber es hat nicht geklappt."
Unterstützende Worte nach der sportlich bitteren Erfahrung erhielt sie von ihrer Teamkollegin Anna Twardosz. Beltowska habe "hart dafür gearbeitet, hier zu sein", sagte die 24-Jährige: "Ich weiß, dass Pola gestresst ist und sich von ihrer besten Seite zeigen will. Sie steckt enorm viel Arbeit hinein und ich glaube, dass das noch Früchte tragen wird."
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Pola Beltowska wird auf Social Media zur Zielscheibe für Hasskommentare.

Fotocredit: Getty Images

FIS und polnischer Verband stärken Beltowska

Nicht nur ihre Mitstreiterin Twardosz, sondern auch der Weltverband sprang der Polin zur Seite. In einer Instagram-Story schrieb die FIS: "Wir unterstützen Pola Beltowska nachdrücklich und werden uns stets gegen jeglichen Hass gegenüber großartigen Athletinnen und Athleten stellen, die an Olympischen Spielen teilnehmen."
Der polnische Skiverband schlug in dieselbe Kerbe. In einer Stellungnahme am Dienstagabend kritisierten die Funktionäre die Hate-Speech-Kommentare auf Social Media scharf.
"Es gibt und wird niemals unsere Zustimmung für diesen strafbaren Hass geben, der Pola Beltowska trifft. Das, was wir beobachten, hat alle Grenzen der sportlichen Kritik überschritten", heißt es. Es sei ein "persönlicher Angriff, unter dem nicht nur die Athletin, sondern auch ihre Angehörigen leiden".
Auch die FIS verurteilt die Hasskommentare gegen Pola Beltowska.

Auch die FIS verurteilt die Hasskommentare gegen Pola Beltowska.

Fotocredit: Getty Images

Beltowska wird menschlich und psychologisch betreut

Wie Twardosz hob der polnische Skiverband hervor, dass sich Beltowska durch harte Arbeit im Training und Weltcup ihre Olympia-Teilnahme erkämpft habe: "Sie ist eine der besten Springerinnen des Landes und gehört zum Kreis der 50 besten Skispringerinnen der Welt beim wichtigsten Ereignis der vergangenen vier Jahre. Das sind Fakten, die kein anonymer Hass ändern wird."
Mit den abschließenden Worten "Pola, wir sind bei dir" sprach der Verband seiner Athletin erneut die volle Unterstützung aus. Den Angaben zufolge erhalte Beltowska nun menschlichen Beistand und professionelle Betreuung durch den Team-Psychologen.
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Quelle: Eurosport


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