"Daniel war bewusstlos, als wir ihn in den Krankenwagen eingeliefert haben. Er musste intubiert und mechanisch beatmet werden. Nachdem sich sein Zustand etwas stabilisiert hatte, haben wir ihn mit dem Hubschrauber in die Universitätsklinik nach Ljubljana gebracht. Die Voruntersuchungen waren sehr vielversprechend. Jetzt werden wir 24 Stunden abwarten, anschließend werden die Tests wiederholt. Am Freitagnachmittag werden wir also mehr wissen", teilte Veranstaltungsarzt Tomislav Mirkovic am Donnerstagabend mit.
Demnach wurde Tande in einem stabilen Zustand im Universitätsklinikum Ljubljana aufgenommen, wo er alle erforderlichen Tests durchlief. Die Aussichten auf eine baldige Genesung seien äußerst vielversprechend.
"Wir sind sehr dankbar für die hochprofessionelle Erste Hilfe und medizinische Versorgung nach dem Sturz. Der Sturz hat dramatisch ausgesehen und wir sind erleichtert nach der ersten Diagnose, dass Daniels Verletzungen nicht lebensbedrohlich sind. Wir haben volles Vertrauen in die Universitätsklinik in Ljubljana", sagte Clas Brede Braathen, der Teamleiter des norwegischen Skisprungteams.
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Braathen berichtete im norwegischen Rundfunk "NRK" außerdem von einem gebrochenen Schlüsselbein bei Tande: "Daniel bleibt auf jeden Fall bis morgen im Koma, um den Stress fürs Gehirn zu reduzieren."
Später am Abend gab der norwegische Skiverband bekannt, dass sich Tande bei dem Unfall in Slowenien außerdem eine Lungenverletzung zugezogen habe.

Tande-Sturz: Geiger und Co. geschockt

Auch im Springer-Lager sorgte der Sturz von Tande für Entsetzen. "Ich habe es von oben mitgekriegt. Unten haben sie mir gesagt, dass sie noch nicht wissen, ob er überlebt. Dann habe ich ziemlich geschluckt", erzählte Karl Geiger im "ZDF": "Ich hoffe, dass er wieder unter den Lebenden ist und keine bleibenden Schäden davonträgt."
Der norwegische Nationaltrainer Alexander Stöckl hatte von seinem Schützling noch einen "guten Sprung von der Kante mit viel Energie" gesehen. Eine solche Situation sei "immer schwierig", sagte der Österreicher zu "NRK": "Wenn du siehst, wie ein Athlet Luft unter die Ski bekommt und sich zu drehen beginnt - dann kannst du nur noch das Beste hoffen."
Der einstige Skiflug-Weltrekordler Johan Remen Evensen, inzwischen Experte beim norwegischen Fernsehen "NRK", zeigte sich geschockt: "Das ist der schlimmste Alptraum für jeden Springer. Das zu sehen ist fürchterlich."
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(mit SID)

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