Nach einer Machtdemonstration vom Allerfeinsten schüttelte Markus Eisenbichler ungläubig den Kopf, dann warf er grinsend eine Kusshand in die Kamera: Schöne Skisprung-Grüße vom "Eisei"! Im zweiten Einzel-Wettkampf der Saison feierte der Weltmeister seinen zweiten Sieg - im finnischen Kuusamo sprang er die Konkurrenz dabei förmlich in Grund und Boden.
"Ich bin echt froh, dass ich in einer solchen Form bin", sagte Eisenbichler, der aber in seinem typischen Ehrgeiz auch an diesem Sahnetag ein Haar in der Suppe fand, im ZDF: "Über die Landung im zweiten Durchgang habe ich mich ein wenig geärgert."
Auch wenn der 29-Jährige dabei durchaus noch einige Punkte liegen ließ, lag er bei seinem dritten Karrieresieg - dem zweiten binnen einer Woche nach dem Auftakterfolg in Wisla - meilenweit vorne. Und baute die Führung im Gesamtweltcup aus.
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Nach zwei Traumsprüngen auf 146,0 und 141,0 m von der tückischen Rukatunturi-Schanze hatte Eisenbichler mit 313,4 Punkten einen riesigen Vorsprung von 19,3 Punkten, umgerechnet fast elf Meter, auf den Polen Piotr Zyla (294,1).

"Das war eine Duftmarke!" Eisenbichlers Siegsprung in Ruka

Eisenbichler begeisert Horngacher

Dritter wurde dessen Landsmann Dawid Kubacki (293,9), amtierender Vierschanzentournee-Sieger.
"Markus hat deutlich bestätigt, dass er ein würdiger Träger des Gelben Trikots ist", sagte Bundestrainer Stefan Horngacher: "Auf solchen Schanzen ist er sehr, sehr gut."
Zweitbester eines starken deutschen Teams war am Samstag Routinier Pius Paschke, der als starker Achter (268,5) sein bestes Weltcup-Ergebnis einstellte. Karl Geiger, in Wisla hinter Eisenbichler Zweiter, landete nach einem schwächeren ersten Sprung auf Platz neun (265,2).

"Unglaublich!" Das sagt Eisenbichler zu seinem Sieg in Ruka

Freund holt erneut Weltcup-Punkte - Wellinger verpasst Finale

Martin Hamann egalisierte als 15. wie Paschke sein bestes Karriere-Resultat. Youngster Constantin Schmid kam einen Tag nach seinem 21. Geburtstag auf Platz 16. Ex-Weltmeister Severin Freund sammelte als 23. erneut Weltcup-Punkte.
"Es war ein toller Wettkampf von uns. Wenn einer vorausgeht, können die anderen im Windschatten hinterherfahren", sagte Horngacher.
Einziger Wermutstropfen an einem tollen deutschen Skisprung-Tag: Olympiasieger Andreas Wellinger (Ruhpolding) scheiterte als 34. auch im zweiten Wettkampf nach seiner langen Pause wegen eines Kreuzbandrisses im ersten Durchgang. Im zweiten Einzelspringen am Sonntag (15:30 Uhr live bei Eurosport 1 und bei Eurosport mit JoynPLUS+) hat er eine neue Chance - erfolgreiche Qualifikation (ab 14:00 Uhr) vorausgesetzt.
Überschattet wurde der erste Durchgang von einem schweren Sturz des Norwegers Daniel Andre Tande. Der formschwache Skiflug-Weltmeister kam bei der Landung zu Fall, verdrehte sich offenbar das Knie und musste mit dem Schlitten aus dem Auslauf gefahren werden.
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(mit SID)

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