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Weltcup-Beginn in Kuusamo: Alle Fragen und Antworten zur Saison und den Springern des Deutschen Ski-Verbandes
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Publiziert 23/11/2023 um 16:26 GMT+1 Uhr
Die Wartezeit für die Skispringer hat endlich ein Ende. Am kommenden Wochenende starten Andreas Wellinger und Co. im finnischen Kuusamo in den Weltcup. Dem Wettbewerb kommt in diesem "Übergangsjahr" eine besondere Rolle zu. Dabei fehlt im deutschen Kader von Bundestrainer Stefan Horngacher etwa Markus Eisenbichler. Eurosport.de hat die wichtigsten Fragen vorab beantwortet.
Andreas Wellinger
Fotocredit: Getty Images
Am finnischen Polarkreis startet der Skisprung-Weltcup der Männer am Wochenende in die 45. Saison. Für die deutschen Springer geht es dabei vor allem darum die Erinnerungen an die schwierige vergangene Saison vergessen zu machen.
Mit Andreas Wellinger und Karl Geiger führen zwei erfahrene und teils auch leidgeprüfte Top-Athleten das Aufgebot von Bundestrainer Stefan Horngacher an.
Der frühere Weltmeister Markus Eisenbichler wurde hingegen nicht für den ersten Weltcup in Kuusamo nach einem formschwachen Vorjahr nicht berücksichtigt.
Eurosport.de beantwortet die wichtigsten Fragen zur Jagd auf die begehrte Kristallkugel.
Warum ist der Weltcup diesmal besonders wichtig?
Die nächste Nordische Ski-WM findet erst 2025 in Trondheim statt, Olympia erst wieder 2026. In einem Winter ohne große Meisterschaft - die Skiflug-WM Ende Januar in Bad Mitterndorf/Österreich einmal ausgenommen - ist der Weltcup umso bedeutender. Der Weltcup-Gesamtsieg ist neben dem Erfolg bei der Vierschanzentournee im kommenden Winter der größtmögliche Erfolg. Anders als in WM- und Olympia-Jahren wird daher kaum ein Topspringer eine Station auslassen.
Wie sieht das Programm aus?
Der Weltcup wird eine kräftezehrende Hatz über 19 Orte in neun Ländern auf drei Kontinenten. Los geht es am Wochenende in Kuusamo/Finnland, der letzte Wettbewerb findet am 24. März auf der Flugschanze von Planica statt. Die weitesten Reisen führen nach Lake Placid/USA (10./11. Februar) und Sapporo/Japan (17./18. Februar).
Und wann geht es nach Deutschland?
Gleich fünfmal: Nach Klingenthal (9./10. Dezember) folgt als Höhepunkt die Vierschanzentournee mit den deutschen Stationen Oberstdorf (29. Dezember) und Garmisch-Partenkirchen (1. Januar), nach Willingen (3./4. Februar) geht es zurück nach Oberstdorf auf die Flugschanze (24./25. Februar).
Wer startet für Deutschland?
Bei der Zusammenstellung des deutschen Sextetts kam es zu Überraschungen. "Kapitän" der Mannschaft von Bundestrainer Stefan Horngacher bleibt der frühere Skiflug-Weltmeister Karl Geiger, viel ist auch vom zweimaligen Olympiasieger Andreas Wellinger zu erwarten. Nicht den Sprung ins Team geschafft haben es hingegen der sechsmalige Weltmeister Markus Eisenbichler sowie der Team-Olympiadritte Constantin Schmid - beiden fehlt die Form. Stattdessen entschied sich Horngacher zumindest für die ersten beiden Stationen für Vorjahres-Entdeckung Philipp Raimund, die Routiniers Stephan Leyhe und Pius Paschke sowie den deutschen Überraschungsmeister Martin Hamann.
Was ist den DSV-Adlern zuzutrauen?
Es ist eine Binsenweisheit: Die Eindrücke der Sommerspringen sind letztlich herzlich wenig wert, erst mit dem ersten Winterwettkampf weiß man, wer wirklich stark ist. Nach einer weithin enttäuschenden Saison 2022/23 gehen die deutschen Springer aber wohl nicht als große Favoriten in den neuen Winter. Der ersehnte ersten Tourneesieg seit Sven Hannawald 2001/02 käme - Stand jetzt - ebenso überraschend wie der erste Gesamtweltcup-Erfolg seit Severin Freund 2014/15.
Wer sind die Favoriten?
Es spricht wieder viel für alte Bekannte: Norwegens Halvor Egner Granerud, im Vorjahr die klare Nummer eins im Weltcup und Tourneesieger, die reifen Polen Kamil Stoch und Dawid Kubacki, der Österreicher Stefan Kraft, der Japaner Ryoyu Kobayashi. Achten muss man auch auf Wladimir Sografski, das bulgarische Ein-Mann-Nationalteam: Der 30-Jährige, seit seinem Weltcup-Debüt 2010 nur dreimal in den Top 10, war beim Sommer-Grand-Prix urplötzlich der überragende Mann. Jedoch: Siehe Binsenweisheit.
Wer ist nicht mehr dabei?
Trotz des "Übergangswinters" 23/24 hörten kaum Starspringer auf. Die prominentesten Schanzenrentner: Norwegens früherer Skiflug-Weltrekordler Anders Fannemel und der einstige deutsche Meister David Siegel, der verletzungsbedingt nur kurz sein Riesenpotenzial abrief. Dafür blieb der Abschied des Schweizer Doppel-Doppel-Olympiasiegers Simon Ammann (42) erneut aus. Und auch Flugsaurier Noriaki Kasai (51) erlebt seinen xten Frühling - den jüngsten Eindrücken nach ist der Sprung ins japanische Weltcup-Team nicht ausgeschlossen, auch wenn er in Kuusamo zunächst fehlt.
Was ist neu?
Jedes Land darf nur noch fünf Springer einsetzen, einen sechsten Startplatz kann sich ein Team - wie aktuell Deutschland - über den zweitklassigen Continental Cup verdienen. Ansonsten: Die Skibindungen wurden durch neue Regeln sicherer gemacht, die Keile unter den Schuhen ebenfalls reglementiert, wie in anderen Disziplin ist Wachs mit Fluor verboten worden. Neu im Weltcup-Programm ist eine Mini-Tour in Polen mit drei Stationen, erstmals seit der Saison 2019/20 gibt es kein Mixed-Team.
Und die Frauen?
Schanzengleichheit? Gibt es auch 2023/24 noch nicht. Die Skispringerinnen starten erst eine Woche nach den Männern in den Weltcup, und auch die ersehnte Vierschanzentournee gibt es für Weltmeisterin Katharina Schmid (früher Althaus) und Co. nur als Light-Variante.
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(SID)
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Quelle: Eurosport
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