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Skiflug-WM: Geiger führt nach dem ersten Durchgang
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Publiziert 11/12/2020 um 17:24 GMT+1 Uhr
Karl Geiger hat bei der Skiflug-WM im slowenischen Planica einen Traumstart erwischt und sich nach dem ersten von vier Durchgängen an die Spitze gesetzt. Der 27-Jährige flog von der legendären Letalnica auf 241,0 m (223,4 Punkte). Dabei setzte er sogar einen Telemark. Dennoch erhielt er einmal nur die Note 16,0. Eurosport-Experte Martin Schmitt war mit dieser Wertung gar nicht einverstanden.
Karl Geiger führt bei der Skiflug-WM in Planica nach dem ersten Durchgang
Fotocredit: Getty Images
Eurosport-Experte Martin Schmitt kritisierte direkt nach dem Sprung die aus seiner Sicht zu niedrige Wertung: "Ich verstehe nicht, warum er da eine 16,0 kriegt für den Sprung." Schmitt weiter: "Die Verantwortlichen können gerne bei mir anrufen und mir erklären, warum das nur eine 16,0 ist. Das geht nicht. "
In der Pause zwischen dem 1. und 2. Durchgang erneuerte Schmitt seine Kritik und bezeichnete die 16,0 als "Frechheit". "Karl hat einen so ruhigen Flug, was will man denn da abziehen? Von mir aus einen halben Punkt im Flug. Beim Telemark hat er eine eindeutige Schrittstellung, federt den Landedruck ab und muss leicht korrigieren, zieht man ihm halt noch einen Punkt ab, aber eine 18,5 muss es geben", echauffierte sich der zweifache Gesamtweltcupsieger.
Dabei hatte Schmitt auch gleich die Entscheidung am Samstag im Hinterkopf: "Wenn du am Samstagabend mit 0,5 Punkten auf Platz vier bist, ist es dir nicht mehr egal. Es ist eine Weltmeisterschaft und 16,0 ist einfach zu weit weg."
Geiger selbst äußerte sich nicht zur unfairen Bewertung. "Ich bin ein bisschen überrascht. Ich wusste zwar, dass ich weit fliegen kann. Dass ich nach der Halbzeit in Führung liege, damit habe ich nicht gerechnet. Der erste Sprung war aber erste Sahne", kommentierte der Oberstdorfer nach dem zweiten Durchgang im "ZDF", in dem er seine Führung erfolgreich verteidigte.
Eisenbichler hat im 1. Durchgang Windpech
Nach dem ersten Durchgang führte Geiger knapp vor dem Österreicher Michael Hayböck, der bei besseren Windbedingungen die Bestweite von 245,5 m (221,1) erzielte.
Die beiden großen Favoriten hatten im ersten Durchgang Windpech: Quali-Sieger Markus Eisenbichler sprang mit deutlichem Rückenwind 220,0 m und liegt mit 205,4 Punkten auf Platz fünf. Knapp vor ihm platzierte sich der Norweger Halvor Egner Granerud, der ebenfalls mit ungünstigem Druck von hinten auf 221,0 m (209,3) kam.
Constantin Schmid hat als Elfter mit 216,5 m (193,6 Punkte) die Top 10 in Reichweite. Knapp dahinter liegt Pius Paschke (Kiefersfelden/12.), der bei ungünstigerem Wind 212,5 m (193,2 Punkte) flog.
Durchgang Nummer zwei wird im Anschluss ausgetragen, die Durchgänge drei und vier stehen am Samstag (16:00 Uhr live im TV bei Eurosport 1 und bei Eurosport mit JoynPLUS+) an.
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"Wahnsinn!" Geiger kontert Hayböck und fliegt in Führung
Quelle: Eurosport
Eisenbichler könnte nach Hans-Georg Aschenbach (1973/1974) und Severin Freund (2014/2015) der dritte Deutsche werden, der zeitgleich Weltmeister auf der Großschanze und im Skifliegen ist. Freund hatte am Donnerstag in den offiziellen Trainingsdurchgängen einen Startplatz im deutschen Team verpasst.
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(SID)
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"Die Flugshow ist eröffnet": Hayböck schockt die Konkurrenz
Quelle: Eurosport
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