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Vierschanzentournee - Stefan Horngacher, Markus Eisenbichler und Philipp Raimund begrüßen Disqualifikation von Timi Zajc
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Publiziert 30/12/2025 um 10:45 GMT+1 Uhr
Die Disqualifikation des Slowenen Timi Zajc beim Auftakt der Vierschanzentournee in Oberstdorf ist auf breite Zustimmung im Skisprung-Zirkus gestoßen. "Man sieht, es wird keiner verschont. Wenn etwas nicht passt, dann passt es nicht", sagte Bundestrainer Stefan Horngacher. Mathias Hafele, Chefkontrolleur des Weltverbands, hatte den zunächst zweitplatzierten Zajc nach dem Wettkampf disqualifiziert.
FIS-Chefkontrolleur: "Zajc' Anzug war drei Millimeter zu kurz"
Quelle: Eurosport
Sein Anzug war am Bein drei Millimeter zu kurz. Dadurch landete unter anderem Felix Hoffmann auf dem dritten statt vierten Platz. Horngacher begrüßte die harte Entscheidung. "Dann gibt es eben die Konsequenzen. Deswegen ist es wichtig, dass wir unsere Sachen immer gut beieinander haben."
Philipp Raimund, in Oberstdorf Fünfter, meinte: "Ich finde es gut, dass hart durchgezogen wird." Auch Eurosport-Co-Kommentator und Ex-Weltmeister Markus Eisenbichler bewertete die Disqualifikation als "gut. Das setzt ein Zeichen."
Der 34-Jährige ergänzte: "Bei der Tournee ist das natürlich doppelt hart. Aber es ist auch ein Zeichen dafür, dass der Wettkampf fair über die Bühne geht und nichts dem Zufall überlassen wird." Es sei "ein Warnschuss für die Besten. Jetzt weiß jeder, dass scharf kontrolliert wird."
Auch die Slowenen akzeptierten die Entscheidung zähneknirschend. "Es wurde mehrmals nachgemessen, jetzt haben wir keine Chance mehr. Das müssen wir leider akzeptieren, wir können daran nichts ändern. Es tut mir leid für Timi. Er hatte endlich seine Form gefunden", sagte Cheftrainer Robert Hrgota.
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Eisenbichler exklusiv: "Ein Warnschuss für die Besten"
Quelle: Eurosport
Hannawald: "Möchte keine Sieger, die bescheißen"
Teamkollege und Tagessieger Domen Prevc sah das ähnlich: "Wir agieren alle am Limit, da kann schnell etwas schiefgehen. Ich hoffe, dass Timi sich davon nicht entmutigen lässt." Härter fiel das erste Urteil von Sven Hannawald aus. "Ich möchte keine Sieger, die bescheißen", sagte der "ARD"-Experte über Zajc: "Dementsprechend: Auf Wiedersehen!"
Die harten Kontrollen sind ebenso wie die verschärften Anzugregeln eine Reaktion auf den Manipulationsskandal bei der WM im März. Damals lag der Fall allerdings anders, Mitglieder des norwegischen Teams hatten in der Nacht verbotenes Material in mehrere Anzüge eingenäht.
"Normale" Disqualifikationen wie am Montag bei Zajc gibt es dagegen häufiger - bei den Männern war es bereits die 19. in diesem Winter. Allerdings traf es zum ersten Mal einen Topspringer.
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(SID)
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