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Olympische Spiele: Severin Freund und Co. kämpfen in Titisee-Neustadt um verbliebene Plätze für Peking
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Publiziert 20/01/2022 um 11:03 GMT+1 Uhr
Die deutschen Vorzeigespringer Karl Geiger und Markus Eisenbichler sind dabei. Auch Stephan Leyhe wurde am Mittwoch als dritter Springer für die Olympischen Spiele nominiert. In Titisee-Neustadt kämpfen die weiteren DSV-Athleten um die verbleibenden zwei der fünf Tickets nach Peking. Titelverteidiger Andreas Wellinger und Severin Freund haben gute Karten gegen Pius Paschke und Constantin Schmid.
Severin Freund
Fotocredit: Getty Images
Karl Geiger ist fix, Severin Freund hofft noch.
Zuletzt zeigte auch Deutschlands einstiger Vorzeigespringer Richard Freitag aufsteigende Form.
In Titisee-Neustadt geht es für die deutschen Skispringer am Samstag um die letzten beiden der fünf Olympia-Tickets.
Wir blicken auf die Chancen der deutschen Kandidaten.
Karl Geiger (30)
Der Skiflug-Weltmeister ist für Peking gesetzt. Geiger flog bei 14 der 15 Springen des Winters in die Top Ten, stand siebenmal auf dem Podest, gewann in Nischni Tagil und Engelberg. Mit dieser Konstanz ist der Oberstdorfer auch bei Olympia ein Kandidat für das Podest, an einem guten Tag sogar für Gold - vor allem auf der Normalschanze.
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Karl Geiger
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Markus Eisenbichler (30)
Auch der "Eisei" kann seine China-Reise schon planen, obwohl die Form zuletzt wackelte. Doch der Ur-Bayer, der vor vier Jahren in Pyeonchang beim deutschen Team-Silber nur Zuschauer war und dennoch anschließend einen Schuhplattler aufs Parkett legte, ist neben Geiger der einzige DSV-Adler mit Medaillenchancen. Die Lederhose sollte Eisenbichler wieder einpacken.
Stephan Leyhe (30)
Der Team-Weltmeister von 2019 wurde neben Geiger und Eisenbichler als dritter Springer am Mittwoch nominiert - Lohn für die starke Comeback-Saison nach seinem Kreuzbandriss. Im Gesamtweltcup ist Leyhe derzeit auf Platz 18 drittbester Deutscher, zuletzt zeigte aber auch seine Form mit den Plätzen 20, 25, 22 und 31 nach unten. Leyhes Plus sind die enorme Stärke und Konstanz in Teamspringen.
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Stephan Leyhe
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Severin Freund (33)
Freund hat als einziger DSV-Adler nur eine halbe Norm zu bieten, weil er nur einmal in den Top 15 landete. Allerdings stieß der Ex-Weltmeister, der 2015 in Titisee einen seiner 22 Weltcupsiege holte, auch erst zur Vierschanzentournee ins Weltcup-Team. Für Freund spricht die enorme Erfahrung, auch wenn er Olympia 2018 nach seinem Kreuzbandriss verpasste. "Titisee ist eine Schanze, die ich eigentlich immer ganz gut geknackt habe", sagt Freund.
Andreas Wellinger (26)
Mit seinen 26 Jahren hat Wellinger schon vier Olympia-Medaillen in der Vitrine - mehr hat nur die finnische Skisprung-Legende Matti Nykänen (5). Vor allem seine Goldflüge von der Normalschanze in Pyeongchang sind noch in Erinnerung, doch nach einem Kreuzbandriss suchte Wellinger zuletzt viele Monate seine Form. Zwei Top-Ten-Ergebnisse hat der Bayer in dieser Saison immerhin vorzuweisen. Das Problem: Zuletzt zwickte wieder sein operiertes Knie.
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Andreas Wellinger
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Pius Paschke (31)
Paschke erlebt derzeit seinen zweiten, wenn nicht dritten Frühling. Zwei siebte Plätze hat er in dieser Saison immerhin zu bieten, bei den letzten sechs Springen war aber ein 23. Rang in Bischofshofen sein bestes Ergebnis. Will Paschke auf seine "alten" Tage erstmals zu Olympischen Spielen, muss er in Titisee dem Bundestrainer weitere Argumente liefern.
Constantin Schmid (22)
Der Jüngste im deutschen Team liegt im Gesamtweltcup als viertbester DSV-Adler immerhin auf dem 20. Platz. Die fehlende Erfahrung und nur ein Top-Ten-Ergebnis in dieser Saison sprechen aber eher gegen den "Consti".
Richard Freitag (30)
Der Sachse zeigte zuletzt zwar aufsteigende Form, allerdings nur im zweitklassigen Continental Cup. In Titisee-Neustadt wird Freitag erstmals in diesem Winter im Weltcup auftauchen und hat daher keine Chance auf seine dritten Winterspiele.
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(SID)
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