Norweger diskutieren wegen Anzugskandal Saisonabbruch: Jan-Erik Aalbu zieht Rückzug von gesamtem Team in Erwägung

Jan-Erik Aalbu, Sportdirektor der norwegischen Skispringer, hat gegenüber dem staatlichen Sender "NRK" einen Saisonabbruch seiner Athleten in Erwägung gezogen. Beim Skifliegen in Vikersund im Rahmen der Raw-Air-Tour sagte der Funktionär mit Blick auf seinen verbliebenen Rumpfkader im Herren-Bereich: "Wir müssen in jedem Fall überlegen, was das Beste für die Athleten ist, die springen dürfen."

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Man könne sich leicht "vorstellen, was die Jungs in der letzten Zeit erlebt haben. Wir werden die Lage in den nächsten Tagen umfassend analysieren", erklärte der 61-Jährige, nachdem am Samstagmorgen Gerüchte über einen freiwilligen Rückzug der restlichen Norweger die Runde gemacht hatten.
"Es ist noch eine offene Frage. Wir denken sorgfältig darüber nach, was für die Athleten am besten ist, aber die Frauen werden auf jeden Fall nach Lahti fahren", führte Aalbu aus.
Nach den Raw-Air-Skiflug-Wettbewerben in Vikersund stehen noch zwei Weltcup-Stationen in Lahti (FIN) und Planica (SLO) an.
Der Manipulationsskandal um die norwegische Skisprung-Mannschaft hatte seit der Nordischen Ski-WM in Trondheim hohe Wellen geschlagen.

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Beim Raw-Air-Auftakt in Oslo am vergangenen Donnerstag war infolgedessen kein norwegischer WM-Teilnehmer mehr dabei. Dazu legte der als Interimscoach nachgerückte Bine Norcic sein Amt schnell wieder nieder - für den Slowenen sprang Anders Fannemel in die Bresche.

Östvold beendet Saison vorzeitig

Bereits am Freitag war Benjamin Östvold dem eventuellen vollständigen Rückzug seines Teams zuvorgekommen. Der 24-Jährige beendete seine Saison vorzeitig, nachdem er in der Qualifikation für das Skifliegen vom Monsterbakken als 49. blass geblieben war.
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Seine Entscheidung begründete er auch mit der großen Aufmerksamkeit durch die Presse im Zuge der Anzugsthematik: "Die Medien stellen eine Menge Fragen. Ich war im Weltcup, aber ich bin nicht suspendiert und darf an den Wettkämpfen teilnehmen."
Durch das Misstrauen in der Öffentlichkeit fühle er sich, "als wäre ich wirklich beschuldigt, ein Teil des Ganzen zu sein, nur weil ich im Weltcup gesprungen bin", sagte Östvold, der in kommenden Saison neu angreifen möchte.
Die Abwesenheit der gesperrten Top-Springer Lindvik und Johann André Forfang machte sich am Samstag in Vikersund stark bemerkbar. Mit Frederik Villumstad schaffte es nur ein Norweger beim Skifliegen in den zweiten Durchgang.
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