Die lange verletzte Sotschi-Olympiasiegerin Carina Vogt (Degenfeld) musste sich sogar mit dem 30. Rang begnügen. Im achten WM-Wettkampf der Geschichte blieb das DSV-Team somit erst zum dritten Mal ohne Medaille und erstmals ohne ein einstelliges Ergebnis.
"Ich wollte gnadenlos etwas umstellen, das ist aber voll nach hinten gegangen. Ich wollte bei der Anfahrtsposition etwas tiefer zu sitzen, war dann aber viel zu spät, weil ich das einfach nicht richtig ansteuern konnte. Dann war ich viel zu flach und es hat seelisch schon sehr wehgetan", analysierte Vogt im Exklusiv-Interview mit Eurosport und fügte an: "Ich habe mich so nicht für das Team angeboten. So bin ich dem Team auch keine Hilfe, da bin ich ehrlich."
Nicht zu schlagen war Klimec, die mit Flügen auf 105,0 und 100,5 m mit 279,6 Punkten knapp vor Titelverteidigerin und Olympiasiegerin Maren Lundby (Norwegen/276,5) und Sara Takanashi aus Japan (276,3) siegte. Auf Rang vier landete die nach dem ersten Durchgang noch führende Österreicherin Marita Kramer (275,2).
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Weil die Jury vor Kramers zweitem Sprung den Anlauf verkürzte, legte der Österreichische Skiverband unmittelbar nach dem Wettkampf Protest ein. "Das ist eine Sauerei, das ist unglaublich, das ist Manipulation. Da wurde ohne jeden Grund verkürzt", sagte ÖSV-Präsident Peter Schröcksnadel der "Tiroler Tageszeitung".

"Ausgezeichneter Sprung": So sicherte sich Klinec den WM-Titel

Althaus, vor zwei Jahren noch WM-Zweite, rettete auf ihrer Heimschanze mit einem starken zweiten Flug auf 98,0 m zumindest den Top-Ten-Platz. "Das war Schadensbegrenzung nach dem ersten Sprung. Der war einfach viel zu spät. Doch der zweite Durchgang macht mir Hoffnung", sagte Althaus. Rupprecht (Degenfeld) wurde den Erwartungen gerecht, Mixed-Weltmeisterin Juliane Seyfarth (Ruhla) folgte auf dem 21. Platz.
"Das Ergebnis ist schon ein bisschen bitter und tut auch weh. Wir müssen jetzt versuchen den Schalter umzulegen", meinte Bundestrainer Andreas Bauer nach der ersten Medaillen-Entscheidung bei den Skisprung-Frauen.
Schon am Freitag kämpfen Althaus und Co. auf der kleinen Schanze erneut um Medaillen, im Team-Wettbewerb geht das DSV-Quartett als Titelverteidiger an den Start. Kommenden Mittwoch wartet zudem erstmals eine WM-Entscheidung von der großen Schanze.

Packendes Finale: Tränen und große Emotionen bei Klinec und Kramer

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