Nordische Ski-WM 2023: Halvor Egner Granerud wettert gegen Windlotterie beim Springen von der Normalschanze

Während Andreas Wellinger und Karl Geiger mit ihrem Medaillen-Doppelschlag am Samstag für ein deutsches Märchen bei der Nordischen Ski-WM in Planica sorgten, herrscht bei der Konkurrenz schlechte Stimmung. Allen voran Saison-Dominator Halvor Egner Granerud, der nur auf Platz elf kam, wetterte gegen die Bedingungen im Tal der Schanzen. "Es war eine Parodie auf ein Springen", sagte der Norweger.

Highlights: Wellinger und Geiger jubeln von der Normalschanze

Quelle: Eurosport

Zwölfmal stand der 26-Jährige in diesem Skisprung-Winter schon ganz oben auf dem Podest. Im Kampf um den Gesamt-Weltcup liegt er vor dem Polen Dawid Kubacki in Führung. Doch beim Kampf um die WM-Medaillen spielte er im ersten Wettbewerb von der Normalschanze keine Rolle.
Er sei "maßlos enttäuscht" über sein Abschneiden. "Ich habe das Beste aus meinen Bedingungen gemacht. Schade, dass es so gekommen ist, aber jetzt ist es so", sagte Granerud gegenüber "NRK".
Noch schlimmer als Granerud erwischte es dessen Landsmann Kristoffer Eriksen Sundal, der nur 21. wurde.
"Es ist völlig verrückt, unter den Bedingungen zu springen, die ich hatte, wenn die anderen nicht wenigstens annähernd gleiche Bedingungen haben", prangerte Sundal bei "NRK" an. "Ich hätte den Sprung meines Lebens machen können und hätte nicht das Ergebnis erhalten, das ich verdient hätte."

Auch Stefan Kraft hadert mit der Windlotterie

Er habe einen schrägen Seitenwind gespürt, verriet Sundal. "Das ist das Schlimmste, was man haben kann. Es ist furchtbar schwierig, symmetrisch und schön zu springen, wenn man so viel Seitenwind hat. Es hat sich nicht einmal wie ein Versuch angefühlt, es richtig zu machen. Das war echt bescheuert", sagte er.
Doch nicht nur die Norweger hatten Pech bei der Windlotterie. Auch der Österreicher Stefan Kraft, der als Vierter knapp an einer Medaille vorbeischrammte, war sauer. "Das ist sicher der bitterste WM-Moment meiner Karriere. Das tut weh, aber es hilft nichts", sagte Kraft dem "ORF".
Dem ÖSV-Star stößt vor allem die Vergabe der Windpunkte auf. "Man hat schon oft gesehen, dass die Windpunkte nicht das widerspiegeln, wie es wirklich ist. Es passt einfach nicht zusammen", so der Team-Olympiasieger.
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Wellinger im Interview: "Fühlt sich unglaublich geil an"

Quelle: Eurosport

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