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Skisprung-WM 2023: Ergebnis des Frauen-Springens von der Großschanze nach Twitter-Post offiziell korrigiert
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Publiziert 03/03/2023 um 16:35 GMT+1 Uhr
Bei der Skisprung-WM in Planica ist es zu einem kuriosen Zwischenfall gekommen. 24 Stunden nach Beendigung des Einzelspringens der Damen von der Großschanze musste das offizielle Ergebnis korrigiert werden. Auslöser für die nachträgliche Berichtigung war der Tweet eines polnischen Statistikers – und der Umstand, dass einige Journalisten den Weltverband FIS mit dem Posting konfrontierten.
Maren Lundby, Alexandria Loutitt und Katha Althaus (v.l.n.r.)
Fotocredit: Getty Images
Was war passiert? Maren Lundby und Alexandria Loutitt lagen an der Bloudkova Velikanka punktgleich auf dem ersten Platz. Weil Lundby im Gesamtweltcup mit einer schlechteren Platzierung als ihre kanadische Kontrahentin aufwartet und dementsprechend mit einer niedrigeren Startnummer in den Wettbewerb gegangen war, musste die Norwegerin ihren Finalsprung als Erste absolvieren.
Statistiker Tomek Golik fragte im Anschluss bei Twitter: "Wie ist es möglich, dass es gestern für einen Wechsel aus Gate 20 noch 5,1, 10,2 und 15,4 Punkte gab und heute 5,3, 10,4 und 15,6 Punkte?" Um seine Gedanken zu unterfüttern und die Unregelmäßigkeiten zu belegen, postete der Pole auf dem Sozialen Netzwerk die Links zum Trainingsergebnis vom Tag davor und dem Ergebnis aus dem ersten Durchgang.
"Wenn es offensichtliche Fehler in so einer einfachen Sache gibt, was soll man dann von den Haltungsnoten und Windpunkten halten, die unmöglich zu überprüfen sind?" schrieb Golik und animierte offenbar einige Journalisten des polnischen Mediums "TVP Sport", bei der FIS vorstellig zu werden.
Hubert Matthis, seines Zeichens Technischer Delegierter des Weltverbands, erklärte daraufhin: "Selbst wenn es einen Fehler gab, zog er sich durch den ganzen Wettkampf und beeinflusste nicht die Ergebnisse und die Reihenfolge." Weil die Punkte bei allen Springerinnen gleichermaßen falsch angewendet wurden, wurde keine Athletin benachteiligt.
Statistiker äußert sich: "Man stelle sich mal vor ..."
Korrigiert wurde die offizielle Ergebnisliste 24 Stunden nach Beendigung des Springens dennoch. "Als ich die Daten vom gestrigen Wettkampf in meiner Excel-Datei eingetragen habe, habe ich bemerkt, dass die Punkte für verkürzten Anlauf anders als vor einem Tag waren, weil die Formel nur einen Fehler anzeigte", verriet Golik gegenüber "skispringen.com".
Dass das Gesamtergebnis trotz des Fehlers nicht beeinträchtigt wurde, beruhigte den Statistiker indes. "Man stelle sich mal vor, dass die Siegerin mit 0,1 Punkten gewonnen hätte und dann stellt sich heraus, dass es einen Fehler bei den Gate-Punkten gab und eigentlich eine andere gewonnen hätte", sagte er. Mit Blick auf den Trubel, der nach seinem Ausgangstweet entstand, erklärte Golik: "Ich konnte nicht wissen, dass die ganze Skisprung-Welt darüber sprechen wird."
Am Ende setzte sich Louttit gegen Lundy durch. DSV-Springerin Katharina Althaus gewann die Bronzemedaille.
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Goldenes Wintermärchen: Althaus' Aufstieg zu den "ganz Großen"
Quelle: Eurosport
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