Nordische Ski-WM 2025: Deutschland im Mixed-Teamspringen nur Vierter - Titel-Serie der DSV-Springer gebrochen
Deutschland hat bei der Nordischen Ski-WM 2025 seine Dominanz im Mixed-Skispringen nicht fortsetzen können. Nach fünf WM-Titeln in Folge stürzte das DSV-Team in der Besetzung Katharina Schmid, Philipp Raimund, Selina Freitag und Andreas Wellinger in Trondheim auf Rang vier ab. Der WM-Titel ging erstmals überhaupt an Norwegen vor Slowenien und Österreich. Deutschland fehlten 7,8 Punkte zu Bronze.
Mit Wellinger als Schlussspringer: Die Entscheidung im Mixed
Quelle: Eurosport
Andreas Wellinger klopfte enttäuscht Katharina Schmid ab, auch Selina Freitag und Philipp Raimund standen bedröppelt im Regen: Die famose Gold-Serie der deutschen Skispringer im Mixed-Team ist jäh gerissen, mit Platz vier ging das DSV-Quartett sogar erstmals in der WM-Geschichte gänzlich leer aus. "Für den Moment ist es blöd, du willst nie als Vierter heimgehen", sagte Wellinger drei Tage nach seiner überraschenden Silber-Medaille von der kleinen Schanze.
Schon nach dem ersten Durchgang lag Deutschland nur auf Rang vier, am Ende kamen die Vier auf 899,0 Punkte. Gold ging vor den Augen von König Harald V. an Norwegen (Anna Odine Ström, Marius Lindvik, Eirin Maria Kvandal, Johann André Forfang/1020,4) vor Olympiasieger Slowenien (Ema Klinec, Domen Prevc, Nika Prevc, Anze Lanisek/959,3) und Österreich (Eva Pinkelnig, Stefan Kraft, Jacqueline Seifridsberger, Jan Hörl/906,8).
Auf den neuen Weltmeister fehlten den Deutschen damit satte 121,4 Punkte - daran änderte auch der gute Schlusssprung von Wellinger auf 139 Meter nichts, den Hörl mit derselben Weite konterte.
Er habe gewusst, dass er eine "Mega-Bombe zünden muss". Allerdings kam sein Sprung "zu spät für das Podium", wie er bei Eurosport erklärte: "Aber alles in allem war es der richtige Schritt. Wir haben einen Teamwettkampf morgen, und der Weg stimmt."
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138 Meter! Raimund im Mixed (laut-)stark
Quelle: Eurosport
Wellinger und Raimund machen Hoffnung aufs Einzel
Auch Raimund (125 m/138 m) machte aus deutscher Sicht mit nur 0,8 Punkten hinter dem Österreicher Kraft in seiner Gruppe zumindest etwas Hoffnung für das Einzel. "Beim ersten war ich nervös und zu wenig aggressiv, der zweite war dafür richtig gut. Da hab ich mir einfach gedacht: Scheiß drauf - und es hat funktioniert", sagte er bei Eurosport.
Der 24-Jährige hatte den Vorzug gegenüber Karl Geiger erhalten, der WM-Vierte vom kleinen Bakken war mit der Großschanze im Training nicht zurechtgekommen. Geiger feuerte ebenso wie Ersatzfrau Agnes Reisch das DSV-Team als Edelfan an.
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Schmitt-Analyse: Darum gab's im Mixed keine Medaille für Deutschland
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"Wenn man keine Medaille gewinnt, ist man immer enttäuscht", sagte Bundestrainer Stefan Horngacher: "Es gibt ein paar positive Dinge und ein paar negative. Die positiven: Wellinger und Raimund haben die Schanze geknackt."
Deutschland hatte zuletzt fünfmal in Folge Gold gewonnen, nur bei der Premiere 2013 hatte mit Japan ein anderes Team triumphiert. Damals holte das DSV-Team immerhin Bronze - nun blieb es erstmals ohne Edelmetall.
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Lindvik verrät: Gold mit dem Team fast noch schöner
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Erster Mixed-WM-Titel für Norwegen
Auch Schmid war traurig, zumal sie bei ihrer vielleicht letzten WM die mögliche achte Goldmedaille ihrer Karriere und damit einen deutschen WM-Rekord verpasste. "Der erste Sprung war gut, ein bisschen spät, aber ich hatte ein gutes Gefühl", sagte sie bei Eurosport: "Beim zweiten Sprung hatte ich ein Problem im Anlauf wegen der Bedingungen."
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Mixed-Team: So sprangen die Deutschen im ersten Durchgang
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Norwegen war bei den letzten zwei Weltmeisterschaften je auf dem Silberrang gelangen, nun sicherten sich die Gastgeber und Gastgeberinnen ihren ersten Mixed-Titel. Im vierten Skisprung-Wettbewerb von Trondheim stand erstmals kein Deutscher auf dem Podest. Wellinger und Freitag hatten zuvor Einzel-Silber geholt, das Frauen-Team zudem Bronze.
Nach Schmids gutem ersten Sprung auf 111,5 m lag Deutschland auf Rang zwei, nach Raimund (125,0) und Freitag (123,0 mit mehr Anlauf) noch auf Platz drei. Als Wellinger nicht über 125,5 m hinauskam, stand zur Halbzeit nur Position vier - schon da war klar, dass hinter Norwegen drei Nationen um zwei Medaillen kämpfen.
Deutschland droht WM ohne Goldmedaille
Nach der Pause landete Schmid bei 109,0 m, ehe Raimund mit einem Traumsprung auf 138,0 m Hoffnungen weckte. Freitag (120,5) hielt das Team im Rennen - am Ende schauten alle auf Schlussspringer Wellinger, dessen starker Satz nicht reichte.
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Nordische Ski-WM 2025 in Trondheim: Andreas Wellinger (Deutschland) umarmt DSV-Teamkollegen im Mixed
Fotocredit: Getty Images
Damit droht dem Deutschen Skiverband (DSV) die erste WM ohne Gold seit 16 Jahren. Das Mixed galt als größte Chance. An den letzten vier WM-Tagen ruhen die Hoffnungen vor allem auf Kombinierer Vinzenz Geiger im Einzel oder mit dem Team.
Nach sechs Austragungen auf der Normalschanze zwischen 2013 und 2023 fand nun im Granasen-Skicenter erstmals ein WM-Mixed-Springen auf der Großschanze statt.
WM-Endspurt: Es geht Schlag auf Schlag
"Für mich wäre das Mixed-Springen besser auf der kleinen Schanze aufgehoben", sagte Ex-Bundestrainer Werner Schuster als Co-Kommentator bei Eurosport: "Es wäre enger, spannender und würde auch der Aufbauarbeit bei den kleinen Nationen mehr gerecht werden. Es wäre für das gesamte Skispringen besser, es auf der kleinen Schanze zu lassen."
Für die deutschen Männer um Wellinger geht es schon am Donnerstag (16:20 Uhr live bei Eurosport und discovery+) mit dem Teamwettkampf weiter, eine Medaille ist dort zumindest möglich.
"Wir werden sehen", sagte Wellinger bei Eurosport: "Es gibt viele Teams auf einem hohen Niveau. Das Wichtigste morgen ist, so wenig Fehler wie möglich zu machen." Zum Abschluss der WM folgen am Freitag (Frauen) und Samstag (Männer) die Einzel-Entscheidungen auf der Großschanze.
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(mit SID)
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Alles Käse! Schmitt macht Ausflug zum Bauern
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