Zunächst einmal hatte es nicht nach einem spannenden Finale ausgesehen. Mark Selby hatte einen umkämpften ersten Frame gewonnen und spielte danach brillant. Unter anderem mit Breaks von 130 und 96 Punkten zog er auf 4:0 davon. Selby hatte auch die Chance zum 5:0, aber im fünften Frame kam er nur bis 59. Martin Gould holte seinen ersten Frame auf Schwarz, und das ließ das Match kippen.
In den restlichen drei Frames der ersten Session machte Selby nur noch einen Punkt. Mit mittleren Breaks holte Gould das 2:4. Dann spielte er eine 70 um 3:4 und glich zum Ende der Session mit einer 131 aus; Schlüsselball dabei war eine spektakuläre Kombination auf die Mitte.
Am Abend entwickelte sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Nie lag mehr als ein Frame zwischen den beiden. Dank einer 94 zum 5:4 ging Martin Gould erstmals in Führung. Beim Stand von 6:5 für Gould glich Mark Selby mit einer 113 aus, seinem zweiten Century. Trotzdem hätte Gould erneut in Führung gehen können, bis er im 13. Frame eine Rote mit dem Hilfsqueue verschoss. Die Antwort des Londoners war aber ebenfalls ein Century (107) zum 7:7.
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Im 15. Frame vergab Gould jedoch erneut eine gute Chance, als er Blau verschoss. Selby räumte Blau, Pink und Schwarz zum 8:7 ab. Einmal mehr aber zeigte sich Gould unbeeindruckt: Mit einer 96 erzwang er den Decider. Dort aber nutzte Selby seine zweite Chance und machte mit einer 72 seinen Sieg perfekt.
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