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Judd Trump gewinnt das German-Masters-Finale in Berlin gegen Neil Robertson
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Publiziert 02/02/2020 um 23:25 GMT+1 Uhr
Weltmeister Judd Trump hat im Finale des German Masters die Erfolgsserie von Neil Robertson gestoppt und sich mit einem 9:6 den Titel in Berlin gesichert. In einer hochklassigen Partie schenkten sich die aktuell wohl beiden besten Spieler der Welt von Beginn an nichts. Es entwickelte sich ein lange Zeit ausgeglichenes Finale, bei dem Robertson am Ende jedoch etwas schwächelte.
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Das Finale bot von Beginn an ein hohes Niveau. Trump begann stark und schnappte sich den ersten Frame mit einem 60er-Break. In Durchgang zwei hatten beide Finalisten ihre Chancen, Robertson ging letztendlich als Sieger aus einem Safe-Duell hervor und lochte dabei eine spektakuläre Rote an der Bande über den gesamten Tisch. Dieser Ball war letztendlich der Wegweiser für den Ausgleich.
Trump zeigte sich davon allerdings unbeeindruckt und sicherte sich den dritten Frame mit einer 64. Doch wieder hatte der Australier eine Antwort parat. Wie schon in der gesamten Woche von Berlin und auch in der Vorwoche in Dornbirn, wo er den Titel gewann, überzeugte der "Thunder from Down Under" mit starkem Break-Building. Mit einem Century Break von 120 Punkten stellte Robertson vor dem Interval auf 2:2.
Trump und Robertson schenken sich nichts
Nach der Pause war Trump drauf und dran den fünften Frame zu gewinnen. "The Ace" führte bereits mit 71:45, verschoss dann aber mit Gelb den Frameball im Endspiel auf die Farben. Robertson räumte den Tisch ab, holte sich mit 72:71 den Durchgang und ging erstmals in diesem Match Führung. Der Weltmeister von 2010 legte direkt nach und sicherte sich mit einer 77 seinen dritten Frame in Folge zum 4:2.
Doch Trump fand danach zurück zu seinem Spiel. Der 30-Jährige gewann zunächst den siebten Durchgang dank eines Breaks von 69 Punkten. Auch im achten Frame hatte der Engländer dann das bessere Ende für sich, nachdem er sich mit starken Safties mehrere Chancen erspielte. Zum Ende der ersten Session überzeugte der amtierende Weltmeister vor allem mit seinem starken Lochspiel und stellte auf 4:4. Für die Evening Session war somit alles offen.
Trump zieht zu Beginn der Evening Session etwas davon
Zum Start der Evening Session knüpfte Trump an seine starke Leistung vom Nachmittag an. Mit einem 54er Break schnappte er sich die 5:4-Führung. Im zehnten Frame legte er ein 75er Break nach und holte sich den dritten Frame in Folge zum 6:4.
Neil Robertson ließ sich davon jedoch nicht beeindrucken und antwortete mit einem 66er Break in Frame elf. Damit verkürzte er aus seiner Sicht auf 5:6. Dank eines 59er Break ging Trump aber mit einem 7:5 ins Interval.
Bei Robertson häuften sich dann jedoch im 13. Frame die Fehler. So konnte Judd Trump mit 67 Punkten seine Führung ausbauen.
Robertson bleibt 52 Minuten ohne gelochte Kugel
Zu Beginn von Frame 14 unterlief dann Trump aber ein einfacher Lochfehler, als eine Rote nicht den Weg in die Tasche fand. Sein Kontrahent aus Australien nutzte das Missgeschick zum ersten gelochten Ball seit 52 Minuten. Eine solche Durststrecke ist für Robertson momentan sehr ungewöhnlich, hatte er in den drei Spielen zuvor in Berlin doch eine beeindruckende 16:1-Framebilanz aufzuweisen. Doch im Laufe des Frames fand der gebürtige Melbourner wieder etwas besser in seinen Rhythmus. Mit 65 Punkten verkürzte er auf 6:8.
Das reichte aber nicht mehr, um ranzukommen. Mit einem starken 100er Century Break, dem 683 seiner Karriere, sicherte sich Trump seinen ersten Titel in Berlin.
Das Century zum Abschluss war bereits das 67 von Trump in dieser Saison. Der Weltmeister ist in dieser Kategorie einsame Spitze. Im All-Time-Ranking liegt der 30-Jährige damit bereits auf Platz fünf. Die Rangliste führt Ronnie O'Sullivan mit 1035 Century Breaks an. Dahinter folgen John Higgins (782), Stephen Hendry (775) und Trumps Finalgegner Neil Robertson (690).
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