Nach seiner Zwangspause präsentierte sich Judd Trump noch nicht in Bestform. Doch Mark Davis nutzte die Fehler des Weltranglisten-Ersten nicht aus. So ging Trump dank Breaks von 57 und 78 Punkten mit 2:0 in Führung. Davis führte im dritten Durchgang bereits mit 50:0 und bekam noch eine weitere gute Chance, aber Trump fing ihn auf Pink doch wieder ab. Neue Hoffnung schöpfte Davis, als er vor dem Interval dank einer 70 auf 1:3 verkürzte.
Doch diese Hoffnungen platzten nach der Pause. Trump spielte zwar einen schlechten Anstoß, doch nach nur 15 Punkten verschoss Davis Schwarz vom Spot. Eine 68 brachte dem Titelverteidiger das 4:1. Mit Breaks von 52 und 43 Punkten machte er dann im sechsten Frame den klaren Sieg perfekt. Nur 79 Minuten hatte das Duell gedauert.
Mit seinem 5:4 über Shaun Murphy sorgte Jamie O’Neill für die erste Überraschung des Tages. Dabei war Murphy mit einem sehr guten Break von 77 Punkten in das Match gestartet. Im zweiten Frame misslang ihm dann aber zunächst der Anstoß und später verschoss er einen leichten pinken Ball. Danach agierte er sehr verunsichert und verschoss auch viele lange Bälle. So entwickelte sich eine Partie mit vielen Fehlern auf beiden Seiten. Auch im letzten Frame hatte Murphy einige gute Chancen, doch O’Neill legte mit einer 56 den Grundstein zum Sieg.
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Nach Murphy schied mit Stephen Maguire ein weiterer Spieler aus den Top 16 aus. Der Schotte unterlag Dominic Dale ebenfalls mit 4:5. Dabei hatte Maguire bis zum Ende immer geführt. Er war mit 2:0 in Führung gegangen. Dale verkürzte dann dank einer 77 und glich anschließend sogar aus, obwohl er im vierten Frame schon drei Snooker brauchte. Als Maguire im neunten Frame eine lange Rote verschoss war das Match für ihn gelaufen. Dale machte 70 Punkte aus der Chance und Maguire gab auf, obwohl er nur einen Snooker brauchte.

Ding Junhui zieht Kopf aus der Schlinge

In überragender Manier startete Tom Ford in die Endrunde. Bei seinem 5:0 über Yuan Sijun spielte er Breaks von 132, 131 79, 66 und 54 Punkten. Er trifft nun auf Stuart Carrington, der das Achtelfinale nach dem positiven Corona-Test von John Higgins kampflos erreicht hatte.
Ex-Champion Ding Junhui zog beim 5:4 über Kacper Filipiak den Kopf noch einmal aus der Schlinge. Der Pole hatte die ersten beiden Frames gewonnen und führte später auch mit 4:3. Doch eine 62 von Ding erzwang den neunten Frame, und da hatte der Chinese dann die besseren Nerven.
Die elfte Ausgabe des German Masters ist die erste, die nicht in Berlin gespielt wird. Aufgrund der Pandemie wurde der Event ins englische Milton Keynes verlegt. Für 2022 ist aber die Rückkehr ins Berliner Tempodrom geplant.
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