Shaun Murphy dankt Snooker-Ikone Peter Ebdon für seinen Masters-Coup: "Erinnerte mich, dass ich es schaffen kann"

Der frischgebackene Master-Champion Shaun Murphy verdankt seinen Titel im "Ally Pally" einer englischen Snooker-Legende: Peter Ebdon. Das stellte der "Magier" bei Eurosport klar. "Vor der Zusammenarbeit mit Peter, die erst drei Turniere alt ist, hatte ich mein Selbstvertrauen völlig verloren", sagte der 42-Jährige. Ebdon habe ihm geholfen, "mich daran zu erinnern, dass ich es schaffen kann".

Endlich am Ziel: Murphy jubelt mit Masters-Trophäe

Quelle: Eurosport

Im Alexandra Palace hatte sich Murphy am Sonntag gegen den amtierenden Weltmeister Kyren Wilson mit 10:7 behauptet - und nach 2015 seinen zweiten Titel beim prestigeträchtigen Masters eingefahren. Dabei habe "besser gespielt" als vor zehn Jahren, bewertete Murphy, der unter anderem mit ein Maximum Break im Halbfinale und vier Centuries im Finale überzeugte.
Dass es so weit kam, daran hatte jedoch der frühere WM- und UK-Championship-Sieger Ebdon offenbar entscheidenden Anteil.
"Ich habe vielleicht den Eindruck erweckt, dass ich die selbstbewusste Person bin, die jeder kennt", erklärte Murphy nach seinem Erfolg im Eurosport-Interview: "Aber ich dachte, dass diese Tage vorbei sind, an denen ich Turniere wie dieses gewinnen konnte, Veranstaltungen wie diese, die anders sind und in einer eigenen Liga spielen."
Dank der Zusammenarbeit mit Ebdon aber sei er schließlich in der Lage gewesen, zu dem Turnierspieler, der er einst war, zurückzukehren.
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Shaun Murphy ist zurück - auch dank Peter Ebdon.

Fotocredit: Getty Images

Murphy: "Jeder kämpft einen Kampf"

Emotionale Worte zu Beginn des Masters hatten schon Ronnie O'Sullivan und Mark Selby geäußert. Nun ließ auch Murphy nach seinem zweiten Masters-Titel tief blicken.
"Jeder kämpft einen Kampf, von dem man nichts weiß", sagte der Weltranglistensiebte, "viele dieser Kämpfe sind unsichtbar."
In seiner Karriere habe er vielleicht den Eindruck erweckt, "dass alles in Ordnung ist, aber in Wirklichkeit haben wir alle Dinge in unserem Leben zu bewältigen. Wir haben alle Probleme, wir haben alle Stress. Wir machen alle etwas durch, wovon die Leute nichts wissen."
Wichtig sei, "gute Leute" um sich zu haben, so Murphy: "Man muss sich Hilfe und Unterstützung besorgen. Es ist schwer, alles allein zu schaffen."
Eine dieser Personen scheint Murphy im 54 Jahre alten Ebdon seit Kurzem gefunden zu haben.
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Peter Ebdon gewann 2002 die WM und 2006 die UK Championship.

Fotocredit: Getty Images

Wilson ein "großartiger Botschafter"

Für Ebdon fand Murphy ausschließlich positive Worte - für seinen Finalgegner aber auch. Wilson sei "ein großartiger Botschafter für den Sport, und ich möchte ihn dafür loben, wie er als Profi ist".
Der 33-Jährige trage "das Gewicht des Weltmeisters sehr gut. Er ist ein großartiger Weltmeister."
Dabei hob Murphy auch Wilsons spielerische Fähigkeiten hervor. "Ich bin vielleicht manchmal ein bisschen genauer, aber er hat eine viel größere Bandbreite an Bällen. Er kann viel mehr Bälle spielen als ich", betonte der Engländer.
Beim German Masters in Berlin (live auf Eurosport und discovery+) können sich die deutschen Fans ab dem 27. Januar selbst ein Bild davon machen.
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Maximum Break im Halbfinale: Murphy zaubert im Ally Pally

Quelle: Eurosport


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