John Higgins schien am Freitag auf dem wegen des alten Tuches schwer zu spielenden Tisch kaum etwas gelingen zu wollen. David Gilbert kam mit den Bedingungen zunächst besser zurecht und fand nach dem 2:0 mehr Sicherheit, als er mit einer 130 das 3:0 schaffte.
Aber der vierte Frame brachte die Wende. "Da habe ich ein paar gute Bälle gespielt", meinte Higgins danach im Eurosport-Studio. Das verhalf ihm zum 1:3.
Nach dem Interval spielte der Schotte dann erheblich besser. Mit Breaks von 52, 139 und 55 Punkten zog er auf 4:3 davon.
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Im achten Frame verschoss Gilbert dann gleich dreimal Rot. Beim ersten Mal kostete es ihn seine eigene Chance. Die anderen beiden Fehler nutzte Higgins, um seinen Sieg perfekt zu machen.

139! Higgins dreht Partie gegen Gilbert

Hochklassiges Duell zwischen O'Sullivan und Li

Li Hang machte Ronnie O'Sullivan das Leben überraschend schwer. Zum dritten Mal in Folge musste O'Sullivan über die volle Distanz gehen, aber zum dritten Mal holte er den Decider mit einem höheren Break.
Als Li eine lange Rote verschossen hatte, nutzte O’Sullivan das zum entscheidenden Break von 56 Punkten. Zwar machten beide auch Fehler und ließen dadurch Chancen ungenutzt, doch vorangegangen war eine hochklassige und immer enge Partie.
Zehn Breaks von mehr als 50 Punkten spielten die beiden. Das einzige Century schaffte Li mit einer 116 zum für ihn wichtigen 2:2.
Nie lag mehr als ein Frame zwischen den beiden. Allerdings war Li nur beim 1:0 in Führung gegangen. Für den Rest der Begegnung musste der Chinese immer der Führung von O’Sullivan hinterherhecheln.

"Auf Risiko": O'Sullivan brilliert mit schwierigem Double

McGill startet furios gegen Maguire

Anthony McGill buchte seinen Platz im Halbfinale durch ein 5:3 über seinen Freund und täglichen Trainingspartner Stephen Maguire. Luca Brecel setzte sich gegen Mattchew Selt mit 5:4 durch.
McGill hatte im Duell gegen Maguire die Grundlage zum Sieg vor dem Interval gelegt, als er mit 4:0 in Führung gegangen war. Bei Maguire lief in dieser Phase praktisch nichts zusammen. McGill startete dagegen mit einer 113. Zwar knüpfte er in den folgenden Durchgängen daran nicht mehr an, aber er hatte mit Abstand die größere Sicherheit.
Nach der Pause jedoch machte sich Maguire plötzlich auf Maximumkurs. Zwar verschoss er die elfte Schwarze, aber er hatte seinen ersten Frame gewonnen. Der sechste Frame endete kurios. McGill vergab seine Siegchance, als er Gelb verschoss. Maguire lochte später dann Grün mit einem Fluke und holte ebenso zufällig Braun von der Bande in den Tisch. So konnte er zum 2:4 abräumen.
McGill war sichtlich irritiert und holte im nächsten Frame keinen Punkt. Im achten Durchgang fing er sich dann aber wieder und überquerte dank Breaks von 52 und 51 Punkten die Ziellinie.

"Nicht zu fassen": McGill und Maguire lochen beide den Spielball

Brecel behält in Kopf-an-Kopf-Rennen gegen Selt die Nerven

Brecel und Selt lieferten sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit wechselnden Führung. Keiner hatte jemals mehr als einen Frame Vorsprung. In den ersten sechs Frames lieferten beide auch regelmäßig höhere Breaks ab.
Doch je länger das Match dauerte, desto umkämpfter wurden die Frames. Den Decider gewann der Belgier trotzdem klar mit 81:0.
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Fluke quer über den Tisch: Maguire hält sich mit Glück im Spiel

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