Snooker - Rolf-Kalb-Blog: Judd Trumps German Masters Plan ist aufgegangen - Shaun Murphy liefert bis zum Finale ab

Judd Trump hat seine Erfolgsserie beim German Masters weiter ausgebaut. Mit dem 10:4 im Finale über Shaun Murphy holte er im Berliner Tempodrom den Titel zum vierten Mal. Damit baute er seine Position als Rekordchampion beim German Masters weiter aus. Murphy, der in den Runden zuvor überragend gespielt hatte, blieb ohne Chance. Rolf Kalb blickt in seinem Blog zurück auf die Tage in Berlin.

"The Ace" macht alles klar: Trump krönt sich zum Champion

Quelle: Eurosport

Das beeindruckende Tempodrom in Berlin wird immer mehr zum Wohnzimmer von Judd Trump. Nach 2020, 2021 (damals allerdings wegen Corona in Milton Keynes) und 2024 triumphierte er zum vierten Mal. Bei 16 Ausgaben des Turnieres war er in einem Viertel der Fälle der Triumphator.
Das Finale gegen Shaun Murphy hat er von Anfang an dominiert. Nach seinem 6:2-Halbfinalsieg über Ali Carter hatte er mir im Interview ja gesagt, er habe einen Plan für das Endspiel: Er wolle gewinnen.
Ganz so einfach war es nicht. Er hatte offensichtlich einen Plan. Aber der war nicht so platt, wie es klang. Stattdessen hat er es geschickt geschafft, dass Shaun Murphy seine Stärken nicht in die Waagschale werfen konnte.
Das Safe-Spiel von Trump war so überragend, dass die Offensiv-Qualitäten von Murphy nicht zum Tragen kamen. Trump im Siegerinterview: "Meine Safeties haben heute den Unterschied gemacht."
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Century-Break zum Auftakt: Trump setzt frühes Ausrufezeichen im Finale

Quelle: Eurosport

Nach 14 Monaten platzte der Knoten

Auf den Tag genau 14 Monate war es her, dass Trump bei der UK Championship seinen letzten Titel bei einem Ranglisten-Turnier gewonnen hatte. In Berlin nun platzte endlich der Knoten und er holte Titel Nummer 31.
Für einen Siegertypen wir Trump war das eine lange Wartezeit. Dabei hat er auch in der Zwischenzeit sehr stark gespielt und war durchaus erfolgreich. Aber oftmals galt halt auch, dass er wackelte, wenn es eng wurde und er unter Druck stand. Sieben Mal verlor er in dieser Saison einen Decider. Das war in Berlin jetzt anders. Für seine Konkurrenten ist das keine gute Nachricht.

Offensiv-Snooker vom Feinsten

Für Shaun Murphy war die herbe Niederlage im Endspiel natürlich enttäuschend. Dabei hatte er zuvor so überragend gespielt. Beim 5:0 über Mark Allen, beim 5:1 über Kyren Wilson und beim 6:1 über Neil Robertson zeigte er modernes Offensiv-Snooker vom Feinsten. Darauf kann er aufbauen. Er brachte es nach der Niederlage gegen Trump auf den Punkt: "Das ist kein schlechter Zeitpunkt in der Saison, um gut in Form zu sein."
Gewinner des German Masters im Tempodrom waren aber einmal mehr die Fans und der Snookersport. Das "Woodstock des Snooker" zeigte sich einmal mehr von seiner besten Seite. Die Stimmung am Schluss-Wochenende war überragend. Da hatte auch ich in der Arena eine Gänsehaut. So eine Atmosphäre beflügelt ja auch die Spieler – das war allen anzumerken.
Aber auch schon in den Tagen zuvor war die Stimmung bestens. Als Neil Robertson einmal in der Morgensession um 10:00 Uhr spielen musste, da zeigte er sich anschließend verwundert: "Wenn Du so früh spielst, dann erwartest Du, dass kaum Zuschauer da sind. Hier aber war die Atmosphäre jetzt schon toll."
Trump und Murphy haben sich direkt von Berlin aus auf den Weg nach Hongkong gemacht. Da steht ja in dieser Woche der World Grand Prix statt. Eurosport ist auch da wieder intensiv dabei und überträgt ausführlich im linearen TV. Hinzu kommen die Live-Streams und die On-Demand-Angebote bei HBO Max.
Viel Spaß dabei und herzliche Grüße
Ihr / Euer Rolf Kalb
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Ab ins Finale: Trump lässt Carter keine Chance

Quelle: Eurosport


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