Neben der 147 spielte Kyren Wilson auch noch Breaks von 107, 92 und 90 Punkten. Trotzdem war es am Ende ein Arbeitssieg. Neben den hohen Breaks erlaubte sich der Warrior auch eine Reihe von Fehlern. Ashley Hugill spielte mutig auf und ließ sich so nicht abschütteln. Zum Interval hatte Wilson zwar mit 3:1 geführt, aber bis zum 4:4 hielt Hugill mit. Die letzten beiden Frames dominierte Wilson dann aber.

Erst nach fast fünf Stunden lochte Shaun Murphy den entscheidenden Ball bei seinem 6:5 über Lee Walker. Mit seiner extrem vorsichtigen Spielweise bestimmte Walker den Rhythmus des Spieles, und Murphy fand kein Gegenmittel. Nur in der mittleren Phase der Partie schaffte es Murphy, freier aufzuspielen, und machte auch prompt ein Break von 139 Punkten. Beim Stand von 5:3 war Murphy dann nur noch drei Bälle vom Sieg entfernt, aber er verschoss Rot auf die Mitte; einer von vielen Fehlern. Walker glich aus.

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UK Championship 2020: Der Spiel- und Sendeplan
06/12/2020 AM 09:56

Die Entscheidung fiel, als Murphy im elften Frame bei einer Safety von Schwarz den Spielball zwischen Fußbande und Gelb quetschte. Walker kam nicht sicher aus dem Snooker und Murphy nutzte die Chance zu einer 54.

Stephen Maguire brauchte weniger als 90 Minuten, um sein Auftaktmatch bei der UK Championship gegen Iulian Boiko mit 6:1 zu gewinnen. Maguire war wirklich "on fire": Mit Breaks von 96, 133, 128 und 80 Punkten stürmte er zu einer 4:0-Führung. Nach dem Interval holte Tour-Neuling Boiko zwar seinen einzigen Frame, doch das schnelle Aus konnte er nicht abwenden. Maguire machte mit Breaks von 65 und 67 Punkten den schnellen Sieg perfekt.

Schnell war auch Ricky Walden: Der hatte nach 92 Minuten Rod Lawler mit 6:0 geschlagen.

Sternstunde in Milton Keynes: Das Maximum Break von Wilson

Aus für Kleckers - Brecel mit "Sixpack"

Ohne Chance war Lukas Kleckers bei seinem 2:6 gegen Thepchaiya Un-Nooh. Kleckers hatte zwar mit einem Top-Break von 62 Punkten die ersten beiden Frames gewonnen, aber dann gingen sechs Durchgänge in Folge an den Thailänder. Un-Nooh, der auch noch um seine Masters-Teilnahme kämpft, leitete die Wende mit Serien von 77 und 86 Zählern ein.

Auch Lei Peifan hatte gegen Luca Brecel die ersten beiden Frames gewonnen, bevor der Belgier dann sechs Durchgänge in Folge holte. Brecel spielte dabei Breaks von 63, 122, 99, 54 und 105 Punkten.

Oliver Lines schlug Gary Wilson mit 6:4. Damit verspielte Wilson wahrscheinlich seine Chance auf die Teilnahme beim Masters. Mark King lag gegen David Lilley schon mit 1:3 und 2:4 hinten, biss sich in seiner kämpferischen Art aber trotzdem mit 6:5 durch.

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