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Angelique Kerber wollte Tennis-Karriere 2011 beenden: "Ich fühlte, es macht keinen Sinn mehr"
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Publiziert 31/10/2022 um 23:18 GMT+1 Uhr
Angelique Kerber hat in ihrer Biografie "Eine Frage des Willens" verraten, dass sie bereits 2011 ein Karriereende in Erwägung zog. "2011 war eine harte Phase. Ich war elfmal in Folge in der ersten Runde rausgeflogen, drohte, aus den Top 100 zu fallen. Da fühlte ich, es macht keinen Sinn mehr", verriet die 34-Jährige der "Bild". Noch im selben Jahr gelang der Kielerin aber der Durchbruch.
Angelique Kerber hat verraten, dass sie 2011 aufhören wollte
Fotocredit: Getty Images
Bis dahin war Kerber bei einem Grand Slam nie über die dritte Runde hinausgekommen. 2011 scheiterte sie bei den Australian Open, bei den French Open und in Wimbledon jeweils in ihrem Auftaktmatch. "Ich nahm wochenlang keinen Schläger in die Hand", verriet die spätere Weltranglistenerste.
"Aber dann kam mein Charakter wieder durch und setzte mir in den Kopf: Ich will es", berichtete Kerber im Interview mit der "Bild": "Ich kam also irgendwann wieder zu mir und hatte dann mit dem Halbfinale der US Open meinen Durchbruch 2011."
Nur wenige Monate später feierte sie beim Hallenturnier in Paris ihren ersten Titel auf der WTA Tour. Im Januar 2016 holte sich Kerber schließlich den ersten ihrer drei Grand-Slam-Titel. Im Finale der Australian Open bezwang sie Serena Williams (6:4, 3:6, 6:4), die ihre Karriere im zurückliegenden September nach den US Open beendet hatte.
In der vergangenen Woche überraschte die 41 Jahre alte US-Amerikanerin aber bei einer Konferenz ihrer Investmentfirma als sie erklärte, die Chancen auf ein Tennis-Comeback seien "sehr hoch". "Ich kann nachvollziehen, wie schwierig die Entscheidung ist, mit seiner Leidenschaft, mit dem, was man liebt, aufzuhören", erklärte Kerber. Eine Rückkehr der 23-fachen Grand-Slam-Siegerin würde die Deutsche daher "nicht überraschen".
Kerber: "Habe nie gesagt, dass mit Olympia Schluss ist"
Kerber selbst schloss derweil nicht aus, auch über die Olympischen Spiele in Paris 2024 hinaus auf der WTA Tour aufzutauchen. "Ich habe nie gesagt, dass mit Olympia Schluss ist. Olympia ist lediglich das Hauptziel demnächst. Mich reizt die Herausforderung, Olympia auch mal auf Sand zu spielen. Aber Schluss sein muss da noch nicht", so Kerber.
Den Status als deutsche Nummer eins hat sie inzwischen an Jule Niemeier abgegeben, deren Stern in diesem Jahr inbesondere bei ihrem furiosen Viertelfinaleinzug in Wimbledon aufging.
"Wenn sie das Level konstant hält, traue ich ihr einiges zu. Aber mit dem Druck umzugehen, mit anderen verglichen zu werden, oder auch an mancher Stelle mit mir, das ist nicht immer einfach", warnte Kerber, die sich dennoch sicher ist: "Geht sie ihren Weg, ist sie für die eine oder andere Überraschung gut."
Ob sie Niemeier um eine Qualität beneidet? "Oh ja, den Aufschlag, ja. Ich bin ansonsten aber ganz zufrieden und mit mir im Reinen", scherzte Kerber.
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Quelle: Perform
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