Jan-Lennard Struff war im ersten Einzel des Duells gegen die Briten beim 1:6, 2:6 gegen Evans chancenlos.
Das Mannschaftsturnier ist der Auftakt in den australischen Tennissommer und für Zverev eine wichtige Standortbestimmung vor dem Grand-Slam-Turnier in Melbourne.
Zverev (24) behielt gegen Norrie, im vergangenen Jahr Sieger beim ATP Masters in Indian Wells, im ersten Durchgang die Nerven und wehrte einen Satzball ab.
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Zverev überzeugt im Einzel gegen Norrie

Anschließend ließ er sich auch im Tiebreak nicht aus der Ruhe bringen.
Bei eigenem Aufschlag gab er sich keine Blöße und verwandelte nach 1:27 Stunden seinen dritten Matchball.
"Das erste Spiel in der Saison wird nie das beste deines Lebens sein", sagte Zverev anschließend, war aber sichtlich zufrieden mit seinem Auftritt. In den vergangenen beiden Jahren hatte er beim ATP Cup nur eines seiner insgesamt sechs Einzel gewonnen.

Deutschland gegen USA und Kanada unter Zugzwang

"Ich habe gegen die Nummer zwölf gewonnen, das ist ein guter Anfang für die Saison", so Zverev nach dem Erfolg gegen Norrie. "Im ersten Satz hätte ich besser spielen können, im zweiten war es wieder mein Tennis. Leider haben wir das Doppel verloren. Daher ist das jetzt egal."
Um ins Halbfinale einzuziehen, muss die deutsche Mannschaft nun ihre Spiele gegen die USA (4. Januar) und Kanada (6. Januar) gewinnen und auf einen Ausrutscher der Briten hoffen.
Wichtiger für Zverev ist zum Auftakt des australischen Tennissommers aber ohnehin die Spielpraxis. In zwei Wochen beginnen in Melbourne die Australian Open (17. bis 30. Januar).
Dort hofft Zverev nach der überragenden Saison 2021 mit sechs Turniersiegen - darunter Gold in Tokio und der Triumph bei den ATP Finals in Turin - auf den ersten Grand-Slam-Titel. Seine Vorbereitung nach einem kurzen Urlaub läuft nach Plan, vor allem ist er bislang gesund durch die Omikron-Welle gekommen und kann in Australien an den Details arbeiten.

Sorgen bei Djokovic, Nadal und Medvedev

Andere Topspieler haben deutlich mehr Sorgen. Melbourne-Rekordchampion Novak Djokovic bangt um seine Teilnahme, der Serbe verweigert eine Aussage zu seinem Impfstatus bislang konsequent, ob er eine medizinische Ausnahmegenehmigung beantragt hat, oder ob diese genehmigt wird, ist unklar.
Rafael Nadal ist nach einer Corona-Infektion zumindest wieder ins Training eingestiegen.
Wie weit Zverev spielerisch bereits ist, zeigte am Sonntag auch die Niederlage des Russen Daniil Medvedev. Der US-Open-Champion verlor gegen den Franzosen Ugo Humbert 7:6 (7:5), 5:7, 6:7 (2:7) und hat bis zum Start in Melbourne noch viel Arbeit vor sich. Auch Wimbledonfinalist Matteo Berrettini aus Italien startete in Sydney mit einer Enttäuschung ins neue Jahr.
(SID)

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