ATP Finals - Coach Darren Cahill lobt Jannik Sinners Stärke nach Doping-Posse: "Nichts kann ihm mehr Angst machen"
VonLukas Fegers
Publiziert 09/11/2024 um 09:52 GMT+1 Uhr
Sieg bei den Australian Open, Sieg bei den US Open, Weltranglistenplatz eins: Mit überragenden Leistungen hat Jannik Sinner im Jahr 2024 von sich reden gemacht, nun möchte er bei den ATP Finals zum Saisonabschluss glänzen. Doch auch der Dopingfall des 23-Jährigen sorgte bekanntlich für Schlagzeilen, eine Sperre steht noch immer im Raum. Den Schock aber scheint Sinner in Stärke verwandelt zu haben.
Sinner über seine irre Saison: "Hätte nie gedacht, so viel zu gewinnen"
Quelle: Perform
Das betonte sein Trainer Darren Cahill im Vorfeld der ATP Finals in Turin.
"Nach alldem, was er durchgemacht hat, hat er verstanden, dass er im Leben alles überstehen kann. Nichts kann ihm mehr Angst machen", sagte der 59-Jährige im Interview mit der italienischen Tageszeitung "Corriere della Sera".
Der Hintergrund: Wenige Tage vor den US Open wurde öffentlich bekannt, dass Sinner im März zweimal positiv auf das verbotene Steroid Clostebol getestet worden war. Die monatelange Posse landete mittlerweile vor dem internationalen Sportgericht CAS, weil die Welt-Anti-Doping-Agentur WADA gegen Sinners ursprünglichen Freispruch durch ein unabhängiges Gericht Berufung eingelegt hatte.
"Wir wissen, dass eine Sperre eine Möglichkeit ist. Aber wir können die Situation jetzt nicht ändern. Uns bleibt nichts anderes übrig, als uns auf die tägliche Arbeit zu konzentrieren", betonte Coach Cahill. Dass dies rein sportlich bislang gelingt, zeigen Sinners Ergebnisse dabei eindrucksvoll.
ATP Finals statt Doping-Posse im Kopf
Zwar sei die Info über die beiden positiven Dopingproben "ein Schock" gewesen, wie nicht nur Sinner, sondern nun auch Cahill schilderte. Das Resultat: viele schlaflose Nächte beim Südtiroler und sicherlich auch bei seinem Team.
Im Kreuzfeuer der Medien aber stürmte Sinner bei den US Open zum zweiten Grand-Slam-Titel seiner Karriere. Wenige Wochen später triumphierte er dann beim Masters in Shanghai.
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Jannik Sinner (l.) und sein Coach Darren Cahill strahlen nach dem US-Open-Triumph.
Fotocredit: Getty Images
"Was immer auch geschehen mag, Jannik wird es mit seiner üblichen Reife und Gelassenheit angehen", sagte Cahill jetzt mit Blick auf den offenen CAS-Ausgang und lobte mit diesen Worten die mentale Stärke seines Schützlings.
Währenddessen werde das Sinner-Team "alles tun, um ihn zu beschützen. Der Tennisplatz ist seine Wohlfühloase. Hier hat er Spaß, hier weiß er, dass ihm nichts Böses widerfahren kann."
Diese Wohlfühloase möchte der Italiener beim ATP-Finals-Heimspiel in Turin schon am Sonntag wieder nutzen - und auf dem Court die Doping-Posse ausblenden. Zur Primetime in Gruppe A trifft Sinner ab 20:30 Uhr auf den Australier Alex de Minaur.
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Quelle: Perform
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