ATP Finals: Carlos Alcaraz mit doppelten Sorgen nach Auftaktniederlage gegen Casper Ruud - Endspiel gegen Andrey Rublev

Carlos Alcaraz steht nach seiner Auftaktniederlage bei den ATP Finals gegen Casper Ruud vor zwei Problemen: Er hat seit Beginn seiner Karriere Schwierigkeiten auf schnellen, in einer Halle gespielten Hartplätzen - und er hat sich offenbar vor Beginn des Jahresabschluss-Turniers eine Erkältung eingefangen. Das hat Auswirkungen auf die großen Ziele des Spaniers - jetzt und in näherer Zukunft.

Alcaraz nach Auftaktpleite: "Nach langen Ballwechsel nicht wohl gefühlt"

Quelle: SNTV

Alcaraz im Training mit pinkem Nasenpflaster, hustend, niesend, schniefend, sodass es sogar Kontrahent Ruud mitbekam - der 21-Jährige hatte keinen guten Einstand in die Finals in Turin.
Nach der glatten 1:6, 5:7-Pleite gegen den Norweger gab Alcaraz zu, gesundheitlich nicht auf der Höhe zu sein. Die Erkältung habe sich vor dem Spiel auch auf den Magen geschlagen, gerade bei langen Ballwechseln geriet er dadurch in Schwierigkeiten.
Am Tag nach der Niederlage brach er wegen seiner gesundheitlichen Probleme sogar das Training ab - fünf Minuten nachdem er den Platz betreten hatte.
Seine gesundheitlichen Probleme dürften ihn gegen Ruud stark beeinflusst haben - trotzdem bilden sie nur einen Teil der Erklärung für seine Schwächephase am Ende des Tennisjahres - was auch Alcaraz bewusst ist, der Teil zwei auf seiner Pressekonferenz nach dem Match gleich mitliefert.

Alcaraz' Probleme am Saisonende

"Ich habe keine Erfahrung auf Hartplätzen in der Halle", sagte er. "Ich kann darauf trainieren, aber ich habe keine Matchpraxis auf solchen Courts. Ich muss besser werden in diesem Jahresabschnitt, wenn wir in der Halle spielen."
Ein Blick auf die Statistiken seiner noch immer jungen Karriere zeigt, dass er mit dieser Analyse recht hat: Dreimal nahm er bisher am Masters-Turnier in Paris-Bercy teil, dem einzigen im Kalender, das in der Halle gespielt wird. Seine Bilanz ist mit drei Siegen und drei Niederlagen mehr als durchwachsen, nie kam er über das Viertelfinale hinaus.
Seit 2022 zeigt die Kurve für Alcaraz fast ausschließlich nach oben - schied er bei einem Turnier in einem Jahr früh aus, konnte man davon ausgehen, dass er sich im nächsten Jahr oder bei weiteren Turnieren steigern würde. So schnell ist seine Lernkurve normalerweise. Nur zum Ende des Tennis-Jahres wollte ihm das bislang nicht gelingen.
Das mag auch mit einer mentalen Komponente zusammenhängen. "Jeder ist zu diesem Zeitpunkt müde", sagte er. "Jeder, der etwas anderes sagt, lügt." Mit der Belastung schienen andere Spieler bisher im Vergleich zu Alcaraz besser klarzukommen. "Sein Spielstil ist extrem intensiv und benötigt sehr viel mentalen Einsatz. Wenn er nicht komplett da ist, zeigt sich das bei seinem Spiel", sagte Pablo Sarmiento, Eurosport-Redakteur in Spanien.
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Chancen eiskalt genutzt - die besten Szenen zum Zverev-Sieg

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Vorzeichen für Davis Cup und Australian Open?

"Ich werde ein sehr guter Spieler auf Indoor-Plätzen sein", sagte Alcaraz. "Da bin ich mir sicher. Aber es braucht Zeit, Erfahrung und Matchpraxis. Ich muss einfach mehr Bälle auf diesem Belag schlagen."
Bei den ATP Finals hat der 21-Jährige noch mindestens zwei Möglichkeiten, diese Matchpraxis zu sammeln, am Mittwoch bekommt er heute gegen Andrey Rublev schon ein kleines Finale (14:00 Uhr im Liveticker) - wie schon im vergangenen Jahr.
Dann geht es zu den Davis Cup Finals nach Malaga. Alcaraz erwartet ein Heimspiel und an seiner Seite wird Rafael Nadal seine Karriere beenden. Das Turnier wird in einer Halle gespielt. Für den Spanier ein letzter Höhepunkt der Saison, die auch für ihn lange und ermüdend war.
"In Malaga wird der Belag keine große Rolle spielen", sagte Sarmiento. "Das Publikum, die Spieler, alles wird sich mit Emotionen aufsaugen und die Kontrolle darüber wird für das spanische Team entscheidend sein, um Erfolg zu haben."
Mit einem Auge schaut Alcaraz auch schon auf 2025. Die Australian Open fehlen ihm noch auf dem Weg zum Karriere-Grand-Slam. Das Turnier in Melbourne wird auf dem schnellsten Belag aller Grand-Slam-Turniere gespielt - aber immerhin unter freiem Himmel.
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Alcaraz patzt gegen Ruud - die besten Szenen der Partie

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