Jannik Sinner und Carlos Alcaraz wollen 2025 als Nummer eins der Welt beenden - das muss bei den ATP-Finals passieren
VonLukas Fegers
Update 11/11/2025 um 10:25 GMT+1 Uhr
Der Kampf um die ATP-Finals-Krone hat begonnen. Während Jannik Sinner beim Showdown der acht besten Profis des Jahres seinen Titel verteidigen möchte, peilt Carlos Alcaraz seinen ersten Triumph bei der inoffiziellen Tennis-WM an. In Turin geht es für den Italiener und den Spanier aber auch darum, wer das Jahr als Nummer eins der Welt abschließen wird. Wir rechnen die möglichen Ausgänge vor.
Zverev über Dominanz von Alcaraz und Sinner: "Sind weit voraus"
Quelle: Perform
Vor dem Beginn der ATP-Finals (9. bis 16. November) hatte Alcaraz in der Weltrangliste noch hinter Sinner gelegen - doch nach dem Turnierstart rutschte er am Montag wieder an seinem Dauerrivalen vorbei, weil die Vorjahrespunkte des Titelverteidigers Sinner aus dem Ranking gestrichen wurden.
Dass Alcaraz auch am kommenden Montag weiter vor dem Südtiroler steht, ist nicht unrealistisch. Dafür muss das passieren:
Alcaraz beendet das Tennisjahr 2025 als Branchenprimus, wenn …
- er die ATP-Finals zum ersten Mal in seiner Karriere gewinnt.
- er das Endspiel erreicht.
- er alle drei Vorrundenspiele gewinnt und das Halbfinale erreicht.
Zum Vorrundenauftakt gegen den an Position sieben gesetzten Alex de Minaur gab sich der 22-Jährige am Sonntagabend keine Blöße. Im Duell mit dem Australier setzte sich der sechsmalige Grand-Slam-Sieger aus Spanien mit 7:6 (7:5), 6:2 durch. In den restlichen beiden Gruppenspielen warten nun noch der US-Amerikaner Taylor Fritz und der Italiener Lorenzo Musetti auf Alcaraz.
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Carlos Alcaraz (l.) und Jannik Sinner (r.) kämpfen um den ATP-Finals-Titel und die Nummer eins der Welt.
Fotocredit: Getty Images
Sinner bleibt Weltranglistenerster, wenn …
Bei Sinner sehen die Rechenspiele ein bisschen komplexer aus als bei Alcaraz.
Zwar führte der 24-Jährige die Weltrangliste vor Beginn der ATP-Finals kurzfristig wieder an - dank seines Masters-Erfolgs in Paris. Doch damit der Italiener nach dieser Woche wieder im Ranking ganz nach oben klettern kann, muss er in Turin mehr auf seinen Verfolger schielen als umgekehrt.
Das muss passieren: Sinner würde das Tennisjahr 2025 als Branchenprimus beenden, wenn er seinen ATP-Finals-Titel ungeschlagen verteidigt und …
- Alcaraz nicht alle drei Vorrundenspiele gewinnt.
- Alcaraz nicht zwei Vorrundenspiele gewinnt und das Finale erreicht.
- Alcaraz nicht ein Vorrundenspiel gewinnt und das Finale erreicht.
Der Auftakt gelang dem Italiener am Montagabend schon einmal. Gegen einen leicht angeschlagenen Félix Auger-Aliassime (Kanada) siegte Sinner glatt in zwei Sätzen 7:5, 6:1.
Was, wenn Sinner ein Vorrundenspiel verliert?
Selbst wenn Sinner auf dem Weg zu seinem womöglich zweiten ATP-Finals-Sieg eines der beiden verbliebenen Vorrundenmatches gegen Alexander Zverev oder Ben Shelton (USA) verlieren sollte, könnte er das Jahr als Nummer eins der Welt beenden.
Denn: Auch mit einer 4:1-Bilanz würde ihm das gelingen, wenn er seinen Vorjahrestitel in Turin wiederholt und …
- Alcaraz nicht zwei Vorrundenspiele gewinnt.
- Alcaraz nicht ein Vorrundenspiel gewinnt und das Finale erreicht.
Und sogar mit einer 3:2-Bilanz würde Sinner das Jahr als Branchenprimus abschließen, wenn er bei den ATP-Finals triumphiert und Alcaraz in der Vorrunde sieglos bleibt.
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Quelle: SNTV
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