Carlos Alcaraz trotzt der Kritik: Ein Statement-Turniersieg beim Masters in Monte Carlo - und das mit Ankündigung

Carlos Alcaraz hat gesprochen - diesmal nicht mit Worten, sondern mit Weltklasse-Tennis. Im Fürstentum Monte Carlo lieferte der viermalige Grand-Slam-Sieger die perfekte Antwort auf die zuvor lauter werdende Kritik. Der Vorwurf: zu inkonstant und zu fehlerhaft. Die Antwort: der Masters-Titel am Mittelmeer. Es war mit Blick auf die French Open ein - notwendiges - Ausrufezeichen an die Konkurrenz.

Alcaraz holt Masters-Titel dank grandioser Defensive - Highlights

Quelle: Perform

"Ich habe während meiner gesamten Karriere gelernt, das Leiden zu genießen", sagte ein spanischer Tennisprofi einst. Blickt man auf die vergangenen Monate von Carlos Alcaraz, so könnte man meinen, die Aussage stamme von ihm. Aber nein, es war Rafael Nadal, der mit diesem Satz seine intensiven Kämpfe auf dem Court beschrieb.
Denn gelitten, das hat Carlos Alcaraz zuletzt auch. Die Kritik am Weltranglistenzweiten nahm vor dem Turnier in Monte Carlo zu. Doch Alcaraz hat im Fürstentum nicht nur seine Kritiker zum Schweigen gebracht, sondern gezeigt, dass er auch die Höhen und Tiefen in seiner Karriere übersteht.
Schon vor dem Masters hatte Alcaraz die verbale Rückhand ausgepackt. "Ich finde das unfair", sagte er über die anhaltende Kritik, "Tennis ist nicht nur das Schlagen des Balls, es ist viel mehr als das." Und trotzdem stand er unter Druck - der erste Grand Slam des Jahres blieb ohne Erfolg, in Miami kam das überraschend frühe Aus. Die Bühne in Monte Carlo war also nicht nur sportlich wichtig, sondern auch ein Gradmesser für seine aktuelle Form vor den anstehenden großen Turnieren.
Die Antwort kam Schlag für Schlag. In zwei klaren Sätzen fegte er über Daniel Altmaier hinweg, ließ Alejandro Davidovich Fokina keine Chance und setzte sich auch gegen Francisco Cerúndolo in einem starken Dreisatzmatch durch. Alcaraz spielte reif, zielstrebig, nahezu fehlerfrei in den entscheidenden Momenten. Gegen Arthur Fils zeigte er erneut, warum er als Allrounder gilt: variabel, explosiv, kontrolliert und zugleich spektakulär.

French Open: Alcaraz avanciert zum Favoriten

Im Finale sorgte eine Verletzung von Lorenzo Musetti für einen klaren dritten Satz (3:6, 6:1, 6:0) - ein bitteres Ende für den Italiener, das Alcaraz mit Respekt quittierte: "Das ist nicht die Art und Weise, wie ich ein Match gewinnen will. Hoffentlich ist es bei Lorenzo nichts Ernstes."
Und er hatte recht. Schon vor dem ersten Ballwechsel in Monte Carlo wusste Alcaraz: "Seit Anfang des Jahres spiele ich großartiges Tennis." Viele wollten das nicht hören - vielleicht, weil die Titel im neuen Kalenderjahr schlichtweg fehlten.
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Carlos Alcaraz, Monte Carlo 2025

Fotocredit: Getty Images

Doch wer genauer hinschaute, sah: Halbfinale bei den Australian Open, starkes Turnier in Indian Wells, Sieg in Rotterdam - Alcaraz war da. Das Selbstvertrauen, das er im Vorfeld fast trotzig zur Schau stellte, erwies sich nicht als Selbstschutz, sondern als klares Gespür für die eigene Form.
Der Turniersieg von Monte Carlo war deshalb mehr als nur ein sportlicher Erfolg. Er war eine Erinnerung daran, dass auch Alcaraz leiden, kämpfen, wachsen kann. Dass er trotz Kritik nicht einbricht, sondern sich daran schärft.

Zverev lobt Alcaraz: "Aus dieser Phase ist er raus"

Alcaraz habe "in Monte-Carlo einen Schritt nach vorne gemacht", lobte Rivale Alexander Zverev, den er im ATP-Ranking nun wieder überholt hat. Aus der Phase der Schwäche sei "Carlos jetzt raus", so der Hamburger weiter.
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Zverev blickt zurück: "War nicht die schlauste Entscheidung"

Quelle: Eurosport

Und vor allem: In dieser Form ist Alcaraz wieder der Mann, den es bei den French Open zu schlagen gilt. Nach Roland-Garros wird der Spanier jedenfalls in der aktuellen Form als Favorit und mit breiter Brust anreisen. Dann kann der viermalige Grand-Slam-Sieger auch wieder den Weltranglistenplatz eins ins Visier nehmen.
Und wer weiß, vielleicht wird auch Carlos Alcaraz eines Tages sagen: "Ich habe gelernt, das Leiden zu genießen." In Monte Carlo hat er damit jedenfalls schon einmal angefangen.
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Exklusiv: Wo steht das deutsche Damen-Tennis? Das sagt Niemeier

Quelle: Eurosport


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