ATP Masters Montréal: Alexander Zverev mit schwierigem Start auf Hartplatz in Kanada - ein Fehlstart ohne Folgen?

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Alexander Zverev musste beim ATP Masters in Montréal erkennen, dass ihn sein relativ neuer Status als Grand-Slam-Champion und Wimbledon-Finalist nicht vor komplett gebrauchten Tagen auf dem Court bewahrt. Die Auftaktniederlage gegen Tallon Griekspoor bezeichnete der Hamburger als "das schlechteste Spiel der Saison". Allerdings: Ein Beinbruch ist das frühe Aus nicht - aus mehreren Gründen.

Highlights: Dicke Überraschung! Zverev bricht ein und scheitert früh

Quelle: SNTV

Benjamin Ebrahimzadeh brachte es bei "Sky" auf den Punkt. "So einen Gegner brauchst du zum Auftakt nicht", erklärte der einstige Trainer von Angelique Kerber und Dominic Thiem.
Damit spielte der 46-Jährige auf die Tatsache an, dass dem an Position eins gesetzte Alexander Zverev zum Start in Montréal mit Tallon Griekspoor ein Kontrahent gegenüberstand, der alles andere als ein chancenloser Außenseiter war.
Im Gegenteil: Griekspoor hatte den 29-Jährigen schon zuvor zweimal geschlagen (Rotterdam 2023, Indian Wells 2025). Es war ein echter Härtetest für Zverev beim ersten Hartplatz-Match seit der Halbfinal-Niederlage gegen Jannik Sinner in Miami vor knapp viereinhalb Monaten.
Zverev hat den Test nicht bestanden, könnte man sagen. Andererseits war es trotzdem eine wertvolle Partie. Der Weltranglistendritte weiß nun genau, woran sein Spiel auf Hartplatz nach den Monaten auf Sand und Rasen krankt.

Zverev: Probleme beim Service und am Netz

Das so gefürchtete Service verpuffte beim 7:6 (7:3), 2:6, 4:6 gegen den Niederländer. Sowohl über den ersten als auch den zweiten Aufschlag war Zverevs Punktquote mit 71 bzw. 41 Prozent deutlich unter jener von Griekspoor (80 und 60 %).
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Alexander Zverev scheitert früh beim ATP Masters in Montréal

Fotocredit: Getty Images

Die Schwäche hatte Folgen: Während dem deutschen Favoriten im gesamten Match nur ein Break bei einer Chance gelang, erspielte sich der Herausforderer neun Möglichkeiten und knöpfte Zverev dabei viermal den Aufschlag ab.
Dazu schlichen sich beim French-Open-Sieger weitere Unsicherheiten ein. Nur 13 seiner 21 Netzangriffe endeten mit einem Punktgewinn, bei Griekspoor waren es 13 von 14. Dazu leistete sich Zverev mehr unforced errors (27 zu 25) als der Gegner - und er schlug deutlich weniger Winner (21 zu 37).

Zverev sammelt Erkenntnisse, Sinner und Djokovic pausieren

Aber: Im Unterschied zu seinen wohl schärfsten Rivalen hinsichtlich der US Open (ab 30. August) hat Zverev erste Hartplatz-Erkenntnisse unter Turnierbedingungen gesammelt.
Jannik Sinner und Novak Djokovic steigen erst in Cincinnati in die Nordamerika-Tour ein, US-Open-Titelverteidiger Carlos Alcaraz arbeitet weiter am Comeback, der Weltranglistenvierte Félix Auger-Aliassime musste seinen Auftritt in Montréal kurz vor dem ersten Match aufgrund von Rückenschmerzen absagen.
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Zverev übt Masters-Kritk: "Glaubst du, das interessiert Novak?"

Quelle: SNTV

Dazu befindet sich ein großer Teil der anderen Topspieler noch nicht in Bestform. Daniil Medvedev, Flavio Cobolli, Taylor Fritz und Andrey Rublev verpassten wie Zverev allesamt die 3. Runde beim Canadian Masters, sodass bereits sechs Profis der Top 10 der Setzliste nicht mehr im Wettbewerb sind.
Zverev ärgerte sich zwar über die Pleite gegen Griekspoor, hat aber einen wichtigen Schritt im Aufbau für den letzten Grand-Slam-Wettbewerb der Saison gemacht. Denn: Er gehöre "definitiv zu denen, die den Wettkampf brauchen, und deshalb spiele ich", führte der Olympiasieger von 2021 aus. Das gilt umso mehr, als dass Zverev nach Wimbledon eine fast vierwöchige Match-Pause einlegte.

Zverev sucht die French-Open- und Wimbledon-Form

"Höhen und Tiefen" seien nun einmal Teil des Spiels, befand Deutschlands Nummer eins nach dem frühen Aus in Montréal. In einer Hinsicht aber war der Rückschlag bitter: Im Kampf um die Spitze der Weltrangliste, was auf jeden Fall "ein Ziel" für ihn sei, büßte er 370 Punkte ein. Druck auf den weit enteilten Branchenprimus Sinner lässt sich so nicht aufbauen.
In den kommenden Tagen und ab 13. August beim Masters in Cincinnati gehe es nun "darum, wieder zu der Form zurückzufinden", mit der er Roland-Garros gewonnen und in Wimbledon das Endspiel erreicht habe, betonte Zverev. Sollte ihm das gelingen, dürfte die Enttäuschung von Montréal bald nur noch eine blasse Erinnerung sein ...
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Quelle: SNTV


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