Die beiden "Gladiatoren" Alexander Zverev und Rafael Nadal nahmen sich nach ihrem packenden Fight in Rom freundschaftlich in den Arm, dann bejubelte der Spanier ausgelassen seine geglückte Revanche.
Eine Woche nach seinem beeindruckenden Sieg über den Sandplatz-König in Madrid musste sich Zverev im Masters-Viertelfinale in der "ewigen Stadt" geschlagen geben, auch wenn er Nadal beim 3:6, 4:6 wieder einmal alles abverlangte.
Nach einem Fehlstart der deutschen Nummer eins war es ein Match auf Augenhöhe. "Es war ein sehr wichtiger Sieg gegen einen großartigen Spieler", sagte Nadal nach dem Schlagabtausch über zwei Stunden erleichtert.
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Auch wenn Zverev den vierten Sieg in Folge über den Grand-Slam-Rekordchampion verpasste, scheint er für die anstehenden French Open (30. Mai bis 13. Juni) bestens gerüstet. Für das Grand-Slam-Highlight in Paris, wo Nadal mit 13 Titeln Rekordsieger ist, gehört Zverev nach den jüngsten starken Leistungen zum Kreis der Mitfavoriten.

Zverev zunächst chancenlos gegen Nadal

Auf dem Weg zu seinem vierten Masters-Titel hatte der 24-Jährige den Mallorquiner am vergangenen Freitag in Madrid zum ersten Mal auf dessen geliebter roten Asche bezwungen und ein Ausrufezeichen gesendet. "Ich denke, wegen Madrid wird er heiß auf das Match sein - ich aber auch", sagte der Weltranglisten-Sechste Zverev im Vorfeld bei "Sky".
Das Feuer war Nadal aber deutlich stärker anzumerken. Der Spanier setzte Zverev mit der Präsenz und Wucht eines Sandplatz-Herrschers enorm unter Druck, der zunächst chancenlose Deutsche reagierte beeindruckt und schenkte mit zwei Doppelfehlern direkt seinen Aufschlag her.
Beide Spieler hatten kräftezehrende Achtelfinals über jeweils drei Sätze vom Vortag in den Beinen, auf einen müden Nadal wollte Zverev aber gar nicht hoffen. "Er wird topfit sein, er ist ein Gladiator", sagte der Hamburger, der nach dem eindrucksvollen Start des neunmaligen Rom-Champions und 0:4-Rückstand aufdrehte. Zverev fand eine immer bessere Länge in seinen Schlägen, rückte näher an die Grundlinie und attackierte Nadal - auf einmal war es ein offener Schlagabtausch.

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Nach 48 Minuten schnappte sich Nadal den ersten Satz - kurz zuvor hatte der "Matador" aber einen Schreckmoment überstehen müssen. Nadal blieb mit dem Fuß an einer Linie hängen und knallte unsanft auf die Hüfte, konnte nach kurzer Pause aber weiterspielen.
Im zweiten Durchgang lieferten sich die Kontrahenten weiter hochklassiges Sandplatz-Tennis, bei 2:1 ließ Zverev aber drei Breakchancen ungenutzt - auch, weil Nadal wie oft in solchen Momenten aufdrehte. Besser machte es der Spanier kurz darauf bei seinen Breakmöglichkeiten. Zverev kämpfte weiter bravourös und erspielte sich mit dem drohenden K.o. vor Augen sogar nochmals drei Breakchancen. Doch erneut hielt Nadal dem Druck stand.
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