Novak Djokovic feiert beim ATP Masters in Rom sein Comeback: Kann der Serbe Dominator Jannik Sinner Paroli bieten?

Nach zweimonatiger Verletzungspause kehrt Novak Djokovic bei den Internazionali BNL d'Italia in Rom auf die ATP Tour zurück. Das Masters-Turnier in der "Ewigen Stadt" dient dem Serben als Vorbereitung auf die French Open in Paris, wo Djokovic den nächsten Angriff auf seinen 25. Grand-Slam-Titel starten will. Experten sehen im 38-Jährigen eine echte Gefahr für Jannik Sinner - und die einzige.

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Quelle: Eurosport

Am Dienstag wurde Novak Djokovic eine große Ehre zuteil. Der Serbe durfte auf dem provisorischen Trainingscourt an der berühmten Piazza del Popolo in Rom eine Einheit absolvieren.
Malerisch umgeben von den Zwillingskirchen Santa Maria in Montesanto und Santa Maria dei Miracoli schlug Djokovic eine Stunde lang Bälle und nahm sich hinterher viel Zeit für die Autogrammjäger.
Der 38-Jährige fühlt sich in der "Ewigen Stadt" pudelwohl. Bereits sechsmal triumphierte er beim Masters in Rom und es ist wenig verwunderlich, dass sich Djokovic dieses Turnier als Ort seines Comebacks ausgesucht hat.
Dabei waren zahlreiche Experten skeptisch, ob es überhaupt Sinn machen würde, so spät in die Sandplatzsaison einzusteigen.
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Novak Djokovic genießt in Rom das Bad in der Menge

Fotocredit: Getty Images

"Ich kann mir ein Szenario vorstellen, in dem er nicht in Paris spielt und voll auf die Karte Wimbledon setzt, um seinen 25. Grand-Slam-Titel zu gewinnen", sagte der frühere Weltranglistenvierte Tim Henman.

Fehlende Matchpraxis? Für Djokovic kein Problem

Ex-Profi Greg Rusedski erklärte in seinem Podcast, dass ein Triumph in Roland-Garros für Djokovic aufgrund der physischen Anforderungen auf Sand "außer Reichweite" sei.
Djokovic jedoch will es auch auf der roten Asche noch einmal wissen. In Belgrad bereitete er sich schrittweise auf seine Rückkehr in den Wettkampfrhythmus vor. Unterstützt wurde er dabei von Nikola Đošić, einem 18-jährigen Schweizer serbischer Abstammung, der als Sparringspartner diente.
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Novak Djokovic beim Trainingt auf der Piazza del Popolo in Rom

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"Wenn Djokovic nicht das Gefühl hätte, wirklich konkurrenzfähig zu sein, würde er in Rom nicht antreten", sagte der Weltranglisten-15. Karen Khachanov.
Seit seiner Niederlage gegen Jack Draper in Indian Wells im März hat Djokovic kein Match mehr bestritten. Ex-Spieler Arnaud Clement sieht dies im Hinblick auf Rom und Paris nicht als Nachteil an. "Djokovic hat normalerweise genügend Qualität, um in den ersten Runden seinen Rhythmus zu finden. Für viele Spieler ist fehlende Matchpraxis ein Problem, bei ihm sehe ich das weniger kritisch", sagte der Experte für Eurosport Frankreich.
In seinem Auftaktmatch in Rom trifft der an Nummer drei gesetzte Djokovic auf den kroatischen Qualifikanten Dino Prizmic.

Kann Djokovic die "Langeweile" durchbrechen?

Mit der Rückkehr von Djokovic verbinden Fans und Fachleute zudem die Hoffnung, die "Langeweile" im Herrentennis durchbrechen und den derzeit alles überragenden Jannik Sinner kitzeln zu können.
"In seinem Alter ist es paradox, dass Novak der Einzige ist, der Sinner herausfordern kann", sagte Clement und geht noch einen Schritt weiter: "Djokovic kann auf diesem Belag körperlich länger durchhalten als Sinner."
Sinner verlor 2026 nur zwei Matches, eins davon gegen Djokovic im Halbfinale der Australian Open in fünf Sätzen. Djokovic hat in diesem Jahr also schon bewiesen, dass er auf der ganz großen Bühne weiterhin eine echte Gefahr für die Besten darstellen kann.

Zverev appelliert an die Konkurrenz: "Müssen Sinner stoppen"

Hinter seiner Form steht infolge der langen Abwesenheit freilich ein Fragezeichen. "Novak muss sofort konkurrenzfähig sein und Matches gewinnen, weil er lange nicht gespielt hat. Deshalb wird es wichtig sein, in Rom schnell seinen Rhythmus zu finden", erklärte Clement. Allerdings macht sich der Franzose dahingehend keine Sorgen: "Er hat solche Situationen schon x-mal erlebt."
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Zverev adelt Sinner: "Zwei Stufen über allen anderen"

Quelle: SNTV

Alexander Zverev, der zuletzt auf Sand in Monte Carlo und Madrid chancenlos gegen Sinner war, appellierte in Rom an die Konkurrenz, die Kräfte zu bündeln und dem Italiener in die Parade zu fahren. "Wir müssen alle irgendwie als Tour einen Weg finden, ihn zu stoppen", sagte Zverev bei "Sky".
Carlos Alcaraz kann dabei nicht mithelfen, der Spanier sagte seine Teilnahme an den French Open aufgrund einer Handgelenksverletzung bereits am 24. April ab. Ohne seinen ärgsten Widersacher scheint Sinner beim Heimspiel in Rom und in Paris unbesiegbar.
Am ehesten ist Novak Djokovic zuzutrauen, den Siegeszug des Weltranglistenersten aufzuhalten.
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Quelle: SNTV




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