Australian Open 2025 - Boris Becker zum Drama um Novak Djokovic gegen Alexander Zverev: "Hoffe, dass er weitermacht"

Keine anderthalb Stunden hatte der Halbfinal-Showdown der Australian Open 2025 zwischen Novak Djokovic und Alexander Zverev gedauert, dann war er schon vorbei: Nach einem Vorhand-Fehler am Netz, der ihm den ersten Satz im Tiebreak kostete, gab Djokovic plötzlich auf. Die muskulären Probleme zwangen ihn in die Knie. Eurosport-Experte Boris Becker zeigte sich "ein bisschen schockiert".

Tennis - Australian Open - Press conf Djokovic ENG only

Quelle: Eurosport

"Dass er nicht hundertprozentig fit war, hat man gesehen", sagte die deutsche Tennis-Legende in der Eurosport-Sendung "Matchball Becker" und erklärte: "Die Rallies waren zu kurz, auch die Schlagauswahl war ungewöhnlich. Aber dass er dann aufgibt nach dem verlorenen Satz, so ist der Sport. Das ist das Brutale."
Beim Stand von 6:7 (5:7) war Djokovics Traum vom 25. Grand-Slam-Sieg der Karriere beendet - statt des serbischen Superstars greift nun Zverev nach seinem ersten Grand-Slam-Titel überhaupt. Im Finale am Sonntag (live bei Eurosport und discovery+) trifft der Deutsche entweder auf den Weltranglistenersten Jannik Sinner (Italien) oder den US-Amerikaner Ben Shelton.
Körperliche Probleme hatten den Djoker bereits im Viertelfinale gegen Carlos Alcaraz begleitet. Dort sei er "schon nicht ganz fit" gewesen, hob Becker erneut hervor: "Die Frage war, hat er trainiert? Aber er war doch angeschlagen und konnte nicht zu Ende spielen."
Auf der Pressekonferenz nach seiner Halbfinal-Aufgabe brachte Djokovic dann Licht ins Dunkle: Ein Muskelfaserriss im linken Oberschenkel habe sein Weiterspielen unmöglich gemacht, schon vor dem Match sei er nicht besonders optimistisch gewesen.
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Wie aus dem Nichts: Hier gibt Djokovic gegen Zverev auf

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Djokovic says 'there's a chance' he's played last Australian Open after injury retirement

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Becker: "Schwierige Momente für Djokovic"

Becker stellt sich die Frage, wie es für den 37-jährigen Grand-Slam-Rekordchampion weitergeht und ob dieser weiterhin auf seinen neuen Trainer Andy Murray setzt - eine Entwicklung, die der 57-Jährige ausdrücklich begrüßen würde.
"Welche Turniere stehen als Nächstes an? Das dürfte ihm jetzt durch den Kopf gehen", erklärte Becker.
Bei seinem am Freitag abrupt beendeten Grand Slam in Melbourne habe Djokovic "das beste Tennis" gezeigt, das "ich seit den Olympischen Spielen im vergangenen Sommer gesehen habe", sagte Becker. Damals hatte der Serbe mit der Gold-Medaille ein großes Karriere-Ziel erreicht.
  • Die Australian Open 2025 live und auf Abruf auf discovery+
Bei den diesjährigen Australian Open habe der Routinier eine schwierige Auslosung erwischt, so der frühere Coach des Serben: "Das Match gegen Alcaraz war allererste Sahne. Jetzt lautet wirklich die Frage: Quo vadis? Wohin geht der Weg?"
Beckers Wunsch: "Er geht nach vorne und macht weiter. Aber das sind schwierige Momente für Novak Djokovic."
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Halbfinale: Zverev siegt nach Aufgabe von Djokovic - Highlights

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