Australian Open 2025 - Novak Djokovic erklärt Abbruch gegen Alexander Zverev im Halbfinale: "Es war einfach zu viel"

Novak Djokovic musste das Halbfinale bei den Australian Open 2025 gegen Alexander Zverev aufgrund einer Verletzung bereits nach dem ersten Satz abbrechen. In der anschließenden Pressekonferenz gab der Serbe einen Einblick in sein Seelenleben und erklärte, dass ein Muskelfaseriss im linken Oberschenkel zur Aufgabe führte. Dabei war Djokovic schon vor dem Match nicht besonders optimistisch.

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"Ich habe seit dem Match gegen Alcaraz keinen Ball geschlagen, also bis etwa eine Stunde vor dem heutigen Spiel", erklärte der Serbe im Anschluss an sein Match gegen Alexander Zverev.
Trotzdem wollte der Rekord-Grand-Slam-Champion antreten und Zverev nicht kampflos ins Finale einziehen lassen.
"Ja, ich habe alles Mögliche getan, um den Muskelfaserriss, den ich hatte, zu behandeln. Medikamente, das Band und die Arbeit der Physiotherapeuten haben bis zu einem gewissen Grad geholfen", sagte ein sichtlich genickter Djokovic.
Doch die Belastung während des ersten Satzes, der ganze 81 Minuten lang dauerte, war einfach zu hoch.

Djokovic: "Es war einfach zu viel für mich"

"Ende des ersten Satzes habe ich immer mehr Schmerzen gespürt. Es war einfach zu viel für mich in dem Moment. Ein unglückliches Ende, aber ich habe es versucht", erläuterte der zehnmalige Australian-Open-Sieger.
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Auf die Frage, ob er beim Gewinn des ersten Satzes weitergespielt hätte, konnte Djokovic keine eindeutige Antwort geben: "Ja, es hätte sein können. Wenn ich den ersten Satz gewonnen hätte, hätte ich vielleicht versucht, ein paar Spiele, einen halben Satz, vielleicht einen Satz weiterzuspielen. Ich weiß es nicht. Es wurde immer schlimmer", kommentierte der Djoker eine mögliche Fortführung des Matches.
Eine ähnliche Verletzung hatte der 37-Jährige bereits vor zwei Jahren an gleicher Stelle. Damals bekam er die Verletzung zusammen mit seinem Team aber deutlich besser im Griff und krönte sich am Ende trotz Riss im Oberschenkel zum Champion im Melbourne.
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Halbfinale: Zverev siegt nach Aufgabe von Djokovic - Highlights

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Dieses Mal schien die Regenerationszeit jedoch zu kurz, um Zverev im Halbfinale über die ganze Zeit Paroli bieten zu können. "Vor zwei Jahren habe ich es besser in den Griff bekommen. Dieses Mal war das nicht der Fall. In solchen Fällen muss man versuchen, in kürzester Zeit so viel wie möglich zu tun, und das war hier der Fall. Ich hatte einen zusätzlichen Tag. Ich dachte, das würde vielleicht reichen, aber leider war das nicht der Fall", verglich Djokovic die beiden Verletzungen.

Djokovic mit gemischten Gefühlen

Trotz des Abbruchs blickt Djokovic auf ein erfolgreiches Turnier zurück, in dem er im Viertelfinale Carlos Alcaraz in vier Sätzen 4:6, 6:4, 6:3, 6:4 ausschaltete und damit erst den Traum vom 25. Grand-Slam-Titel am Leben hielt.
"Ich denke tatsächlich, dass ich sehr gut gespielt habe. Es ist ein sehr gutes Ergebnis angesichts der Umstände", sagte der 37-Jährige, der sich trotzdem einen anderen Ausgang des Turniers gewünscht hätte: "Es ist nicht zufriedenstellend für mich und meine Ansprüche. Ich strebe immer nach dem höchsten Ziel – das Finale zu erreichen und um eine Trophäe zu kämpfen."
Dass er nicht mit seiner vollen Leistungsfähigkeit gegen Alexander Zverev um das Finale kämpfen konnte, störte den Serben dabei am meisten. "Natürlich wäre es kein einfaches Match gewesen, weder für mich noch für Sascha, selbst wenn ich nicht verletzt gewesen wäre. Aber wie gesagt, ich denke, ich habe den Ball sehr gut getroffen. Es gibt viele positive Dinge, die ich mitnehmen kann, was mein Spiel im Halbfinale betrifft."
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Djokovic says 'there's a chance' he's played last Australian Open after injury retirement

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Djokovic: "Hoffentlich kann Sascha hier gewinnen"

Wie es für den Djoker weiter geht und ob das heutige Match sein letztes bei den Australian Open war, ließ der zehnmalige Champion in Melbourne offen: "Ich werde sehen müssen, wie die Saison verläuft. Ich möchte weitermachen."
Doch die Fans des Serben können optimistisch sein. "Normalerweise komme ich gerne nach Australien, um zu spielen. Hier habe ich die größten Erfolge meiner Karriere gefeiert. Wenn ich fit, gesund und motiviert bin, sehe ich keinen Grund, warum ich nicht kommen sollte", erklärte der 37-Jährige.
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Kurzfristig will der Serbe seinen Kalender erst mal nicht anpassen, solange er keine neuen Anweisungen von seinen Ärzten und Physiotherapeuten bekommt. "Ich habe das Turnier in Doha in ein paar Wochen eingeplant. Ob ich es spielen werde oder nicht, hängt wirklich davon ab, wie schnell ich mich erhole."
Zum Abschluss der Pressekonferenz hatte Djokovic dann auch nette Worte für seinen Kontrahenten in Petto: "Ich wünsche Sascha alles Gute. Er verdient seinen ersten Grand Slam-Titel. Ich werde ihm die Daumen drücken. Hoffentlich kann er ihn hier gewinnen."
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