Eurosport-Experte Àlex Corretja über Carlos Alcaraz' Chancen bei Australian Open: So bezwingt er den Melbourne-Fluch
Publiziert 23/12/2025 um 11:44 GMT+1 Uhr
Carlos Alcaraz hat im Tennis so ziemlich alles gewonnen, was man gewinnen kann. Der einzige Grand-Slam-Titel, der dem Spanier im jungen Alter von 22 Jahren bislang fehlt, ist der bei den Australian Open. In Melbourne kam er noch nie über das Viertelfinale hinaus. Warum sich das in 2026 ändern könnte und wer ihm und Jannik Sinner gefährlich werden könnte, erklärt Eurosport-Experte Àlex Corretja.
Tennis zum Zungeschnalzen: Sinner zieht Alcaraz im Endspiel den Zahn
Quelle: Perform
Für die Tennis-Stars steht das erste Highlight des neuen Jahres schon bald bevor. Vom 18. Januar bis zum 1. Februar 2026 (live auf Eurosport und discovery+) findet in Melbourne das erste Grand-Slam-Turnier der Saison statt.
Der Italiener Jannik Sinner, der das Turnier 2024 und 2025 für sich entschied, und sein Kontrahent Carlos Alcaraz bilden das Favoriten-Duo - dabei wartet der Spanier in Melbourne noch auf den Titel.
"Ohne Zweifel waren die Australian Open in den vergangenen Jahren der ideale Rahmen für Sinner", sagt Eurosport-Experte Àlex Corretja. "Der Italiener fühlt sich dort sehr wohl: Die Bälle passen perfekt zu ihm, die Night Sessions kommen ihm entgegen, sein Aufschlag, seine Grundschläge ... alles funktioniert sehr gut für ihn."
In diesem Jahr aber könnte ihm Alcaraz den Sieg streitig machen, so der ehemalige Weltranglistenzweite weiter: "Mal sehen, was passiert, denn für Carlos ist es der einzige Grand Slam, den er noch nicht gewinnen konnte. Manchmal kommt er für ihn etwas zu früh in der Saison, aber hoffentlich ist er dieses Mal in guter Form."
Alcaraz und Ferrero gehen getrennte Wege
Was die Sache aber noch unvorhersehbarer macht: Kurz vor Weihnachten trennte sich Alcaraz von Erfolgscoach Juan Carlos Ferrero - ein kleines Beben im Tennis-Zirkus und alles andere als vorhersehbar.
"Für uns beide bricht eine neue Zeit an, mit neuen Abenteuern und neuen Projekten. Aber ich bin mir sicher, dass wir sie auf die richtige Art angehen werden, indem wir unser Bestes geben, so wie wir es immer getan haben", schrieb Alcaraz auf Instagram.
Alcaraz laut Corretja "frischer" als die Jahre zuvor
Es gibt aber auch positive Anzeichen, wie Corretja unterstreicht. In den vergangenen Jahren sei der 22-Jährige oft noch "ausgelaugt von der vorherigen Saison" in Melbourne an den Start gegangen, so der ehemalige Weltranglistenzweite weiter. Das Jahr 2025 habe er aber "in einem frischeren Zustand beendet".
/origin-imgresizer.eurosport.com/2025/03/20/image-323b3ce4-6f34-46e2-ad5c-e56461ad9fef.jpeg)
Carlos Alcaraz und Novak Djokovic bei den Australian Open 2025
Fotocredit: Getty Images
Das bedeute im Umkehrschluss, dass Alcaraz mit mehr Energie in die Vorbereitung starten und schon in Melbourne zu seiner Höchstform auflaufen könne, prophezeit Corretja.
Ein weiterer Motivationstreiber sei der Fakt, dass der Spanier in Melbourne noch nie gewonnen habe, der Turniersieg also wie eine "schöne Herausforderung" und ein extra Ansporn wirke.
Neben den Dominatoren Alcaraz und Sinner gebe es aber noch einige andere Spieler, die in 2026 groß auftrumpfen könnten, so Corretja.
Draper eine Gefahr für Sinner und Alcaraz?
Allen voran Jack Draper: "Wenn er fit ist, ist er einer der am schwersten zu schlagenden Spieler", sagt Corretja über den jungen Briten, der das Saisonende verletzt verpasste.
/origin-imgresizer.eurosport.com/2025/12/08/image-9b0f98dd-3f2d-4d28-96f9-c9d123e58907.jpeg)
Jack Draper soll Jannik Sinner und Carlos Alcaraz die Stirn bieten
Fotocredit: Getty Images
Hinzu käme der US-Amerikaner Ben Shelton, der allerdings sein "sein Tennis-Niveau und auch seine Stabilität" wiederfinden müsse.
Große Erwartungen setzt Corretja zudem in den erst 19-jährigen Brasilianer João Fonseca: "Ich hoffe, dass es ein gutes Jahr für den Brasilianer wird, denn er hat viel Potenzial. Er ist jemand, der, wenn er körperlich und mental vorbereitet ist, bei den großen Turnieren glänzen und vielleicht bereit sein könnte, mit den Besten zu konkurrieren."
Zverev und die Mission Grand-Slam-Sieg
Bei den anderen Spielern in der erweiterten Weltspitze bleibt Corretja sehr vorsichtig: "Vielleicht zeigt Lorenzo Musetti ein großartiges Jahr - wir werden sehen, ob Alexander Zverev an der Spitze bleibt und ob Daniil Medvedev und einige andere sich erholen und wieder positive Schlagzeilen schreiben können."
/origin-imgresizer.eurosport.com/2025/01/26/4090626-82950168-2560-1440.png)
Finale: Zverev beißt sich an Sinner die Zähne aus - Highlights
Quelle: Eurosport
Zverev hatte das Tennis-Jahr als Weltranglistendritter beendet, ein Grand-Slam-Erfolg war ihm aber auch 2025 nicht vergönnt. Nach seinem Finaleinzug im vergangenen Jahr will der 28-Jährige in Melbourne sein großes Karriereziel erneut ins Visier nehmen.
Das könnte Dich auch interessieren: Mischa Zverev kontert Becker: "Würde meine Oma erkennen"
Ähnliche Themen
Werbung
Werbung