Australian Open: Alexander Zverev wütet nach Medical Timeout von Carlos Alcaraz und bekommt Zustimmung von Boris Becker

Das Halbfinale der Australian Open zwischen Alexander Zverev und Carlos Alcaraz war emotional aufgeladen. Im dritten Satz kam es beim Stand von 5:4 für den Spanier zu einer brisanten Szene, die das Match anheizte. Alcaraz nahm ein Medical Timeout. Zverev reagierte fassungslos - und suchte das Gespräch mit dem Schweizer Oberschiedsrichter Andreas Egli. Der Hamburger ließ seinem Ärger freien Lauf.

"Absoluter Bullshit, der hat Krämpfe!" Zverev total außer sich

Quelle: Eurosport

"Was ist das denn für ein absoluter Scheiß? Der kann doch kein Medical nehmen, der hat Krämpfe", wütete Zverev.
Auf die Erklärungen von Egli reagierte Zverev noch deutlicher: "Was soll das denn sonst sein? Das ist so ein absoluter Bullshit, das ist unfassbar! Was ist das? Ihr schützt die beiden, das ist unglaublich!" Gemeint waren in dem Falle Alcaraz und wohl auch Jannik Sinner.
Der Deutsche konnte sich kaum beruhigen: "Das ist unglaublich! Das gibt es nicht, nein, das gibt es nicht! Das kann nicht euer Ernst sein!"
Hintergrund der Aufregung: Bei reinen Krämpfen ist ein Medical Timeout laut Regelwerk nicht vorgesehen.

Alcaraz erklärt Situation: "Ich wusste nicht genau, was es war"

Alcaraz äußerte sich auf dem Platz nicht konkret zu den Beschwerden, erhielt die Behandlung jedoch. Auf der Pressekonferenz wurde der Superstar dann konkreter: "Als ich Krämpfe verspürte und diese zunächst nur einen bestimmten Muskel betrafen, dachte ich zunächst gar nicht, dass es sich um Krämpfe handelt. Ich wusste nicht genau, was es war", so der 22-Jährige.
Er habe "einfach eine Vorhand gespielt und habe etwas im rechten Adduktor gespürt, deshalb habe ich den Physiotherapeuten gerufen. Ich habe ihm erzählt, was passiert ist, und er hat sich für die medizinische Auszeit entschieden."

Becker gibt Zverev recht: "In diesem Fall wäre jeder ausgeflippt"

Für Zverev war die Situation auf dem Court während der Partie indes ein klarer Widerspruch - ebenso wie für Eurosport-Experte Boris Becker. "Da hat Sascha komplett Recht. In diesem Fall wäre jeder ausgeflippt. Er war in diesem Moment der Sieger. Hätte Alcaraz weiterspielen müssen, hätte er es nicht geschafft", so die Tennis-Ikone.
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Becker gibt Zverev bei Aufreger-Szene Recht: "Jeder wäre ausgeflippt"

Quelle: Eurosport

Alcaraz sei aber "ein cleverer Junge. Er sagt, er hat da ein kleines Ziehen und darf dann die Verletzungspause nehmen. Die Schiedsrichterin und der Oberschiedsrichter können das nicht wissen. Sascha ist der Meinung, dass in solchen Fällen Sinner und Alcaraz geschützt werden. Da sollte man mal die Augen draufhalten, wie die Regeln für Sinner und Alcaraz sind und wie für den Rest der Spieler", betonte Becker.

Zverev suchte bereits zuvor die Diskussion

Bereits zuvor hatte sich der Deutsche über eine andere Szene echauffiert. Alcaraz hatte die Shot Clock überschritten, ohne dass Marijana Veljovic eingriff.
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Alcaraz hat plötzlich körperliche Probleme - Zverev beschwert sich

Quelle: Eurosport

Zverev selbst war zuvor wegen Zeitüberschreitung verwarnt worden - eine aus seiner Sicht inkonsequente Linie der Serbin.

Alcaraz gewinnt nach 5:27 Stunden - jetzt gegen Djokovic

Schlussendlich konnte Zverev den dritten Satz dennoch für sich entscheiden, während Alcaraz' körperlichen Beschwerden anhielten.
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Becker analysiert Fünfsatz-Krimi: Darum kippte der fünfte Satz noch

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Am Ende aber, nach einer Spielzeit von 5:27 Stunden (!), behielt der Weltranglistenerste mit 6:4, 7:6 (7:5), 6:7 (3:7), 6:7 (4:7), 7:5 die Oberhand.
Im Endspiel wartet nun Rekordturniersieger Novak Djokovic, der überraschend Titelverteidiger Jannik Sinner in fünf Sätzen aus dem Wettbewerb warf.
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Zverev holt 0:2-Satzrückstand gegen Alcaraz auf und erzwingt Satz fünf

Quelle: Eurosport


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