Australian Open: Elena Rybakina hat Nerven aus Stahl und krönt sich erstmals zur Königin von Melbourne

Jelena Rybakina feiert bei den Australian Open ihren zweiten Grand-Slam-Erfolg. Die Kasachin behielt im Finale gegen Aryna Sabalenka die Nerven und drehte das Match noch trotu 0:3-Rückstand im dritten Satz. Dank ihrer Coolness und kann eine Führung im Entscheidungssatz nicht nutzen und verliert abermals im Finale.

Aryna Sabalenka - Elena Rybakina | Finale | Highlights

Quelle: Eurosport

Jelena Rybakina lächelte ein wenig schüchtern, dann schnappte sie sich ihren mächtigen Silberpokal und hielt ihn stolz den zahlreichen Kameras in der Rod Laver Arena entgegen.
Die zurückhaltende Kasachin mit den eisernen Nerven hat sich mit einem Überraschungscoup erstmals zur Königin von Melbourne gekrönt. Und schien das Erreichte bei der Siegerehrung noch gar nicht so richtig greifen zu können.
"Es ist schwierig für mich, Worte zu finden", sagte Rybakina, die in einem packenden Finale der Australian Open die Weltranglistenerste Aryna Sabalenka 6:4, 4:6, 6:4 bezwungen hatte. "Ich möchte euch für die unglaubliche Atmosphäre danken", führte die 26-Jährige aus - und meinte damit vor allem die begeisterten kasachischen Fans, die die größte Arena im Melbourne Park in ein Tollhaus verwandelt hatten.
Ein paar Minuten später, als der Druck abgefallen war, wurde Rybakinas Lächeln breiter und breiter. "Es ist eine Erleichterung. Es war ein intensives Match. Im dritten Satz habe ich nicht mehr an die Wende geglaubt. Aber ich habe gekämpft. Ich bin einfach glücklich", sagte sie sichtlich gelöst bei Eurosport: "Vor drei Jahren war ich schon nah dran. Endlich kann ich diese Trophäe hier halten."
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Rybakina im Sieger-Interview: "Habe nicht an die Wende geglaubt"

Quelle: Eurosport

Rybakina glückt Revanche für Australian Open 2023

Danach durfte Rybakina endlich in Ruhe ihren zweiten Grand-Slam-Titel nach dem Triumph in Wimbledon 2022 und die gelungene Revanche für das gegen Sabalenka verlorene Endspiel am Yarra River 2023 feiern.
"Ich habe immer daran geglaubt, dass ich wieder zu meiner alten Form zurückfinden kann", sagte die 26-Jährige im Anschluss. "Natürlich haben wir alle Höhen und Tiefen. Ich glaube, alle dachten, dass ich vielleicht nie wieder im Finale stehen oder sogar einen Pokal gewinnen würde, aber es kommt nur auf die Arbeit an." Sie sei daher "super glücklich und stolz".
Die Belarussin muss hingegen weiter auf ihren fünften Major-Titel warten - weil sie wie schon im Vorjahresfinale nicht an ihre Topleistung herankam. Als faire Verliererin hatte sich Sabalenka zuvor trotzdem gezeigt. "Ich bin sprachlos gerade", sagte sie bei der Siegerehrung, um dann doch ein paar warme Worte loszuwerden.
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"Was für eine Wende!" Sabalenka patzt - Rybakina dreht Finale erneut

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Sabalenka ist faire Verliererin: "Sie war besser"

"Ich möchte dir zu einem unglaublichen Lauf und zu unglaublichem Tennis gratulieren", gab sie ihrer Gegnerin mit. Auf der Pressekonferenz zeigte sich die 27-Jährige ebenfalls als faire Verliererin.
"Selbst in diesem Finale habe ich das Gefühl, dass ich großartig gespielt habe. Ich habe gekämpft. Ich habe mein Bestes gegeben, und heute war sie einfach die bessere Spielerin."
Und mit einem Lachen fügte Sabalenka hinzu: "Heute bin ich eine Verliererin, morgen hoffentlich eine Gewinnerin. Hoffentlich werde ich in dieser Saison häufiger eine Siegerin als eine Verliererin sein."
Ihre eiskalte Gegnerin war an diesem Samstagabend in Melbourne einfach zu nervenstark. Rybakina, die wie so oft kaum Emotionen zeigte, belohnte sich vor den Augen von Angelique Kerber, der Turniersiegerin von 2016, für zwei großartige Wochen.

Sabalenka kommt mit Rybakina-Spiel nicht zurecht

Die 26-Jährige, die am Montag zur Nummer drei der Welt aufsteigen wird, zementierte ihren Status als Favoritinnenschreck - bereits zum neunten Mal gelang ihr ein Sieg gegen die Führende im WTA-Ranking.
Dabei hatte sich Sabalenka (Gewinnerin von 2023 und 2024), die vergangenes Jahr im Finale an Madison Keys (USA) gescheitert war, vor der Partie noch siegessicher gegeben. Den besseren Start aber erwischte Rybakina.
Wie schon bei ihrer Niederlage im Endspiel der WTA Finals kam die Nummer eins mit Rybakina nicht zurecht. Die Kasachin bewahrte auch bei zwei Breakchancen Sabalenkas die Ruhe und war kurz darauf nur noch einen Satzgewinn vom zweiten Grand-Slam-Titel entfernt.
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Der Matchball zum Grand-Slam-Sieg: Rybakina schlägt Sabalenka im Endspiel

Quelle: Eurosport

Rybakina gelingt im dritten Satz Comeback

Das Niveau war im Anschluss sehr hoch. Rybakina, die vor dem Match sechs von 14 Duellen zwischen den beiden gewonnen hatte, musste für ihre Punkte nun deutlich mehr ackern. Auch, weil ihre Quote beim ersten Aufschlag erheblich absackte.
Kurz vor dem Ende des zweiten Durchgangs wurde ihr das zum Verhängnis. Plötzlich hatte Sabalenka drei Satzbälle - und nutzte ihren ersten zum Ausgleich. Es blieb im Entscheidungssatz ein enges Duell. Rybakina kassierte ein frühes Break und lag bereits 0:3 zurück.
Doch sie hatte das letzte Wort und gewann fünf Spiele in Folge, ehe sie nach 2:18 Stunden ihren ersten Matchball per Ass völlig cool zum Sieg verwandelte.
(mit SID)
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Besser als Serena: Die Zahlen zu Rybakinas Titel in Melbourne

Quelle: Perform


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